• 09.11.2015, 15:07:54
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Städtebund: Erfolgreiche Österreichischer Stadtregionstag und 10. SUM-Konferenz

PolitikerInnen und ExpertInnen trafen sich zum Austausch im Wiener Rathaus

Utl.: PolitikerInnen und ExpertInnen trafen sich zum Austausch im
Wiener Rathaus =

Wien (OTS/RK) - Zwei Drittel der Gesamtbevölkerung Österreichs leben
in Stadtregionen. Ein Großteil der Wirtschaftsleistung wird in
Kernstädten und ihren Umlandgemeinden erbracht.

Damit steigen auch die Aufgaben – die beste Bewältigung dieser
Aufgaben ist eine umfassende Zusammenarbeit.

„Mit der Agenda Stadtregion wurde eine wichtige Initiative
gesetzt, nun muss das Projekt Fahrt aufnehmen“, sagte einer der
Initiatoren, Städtebund- Generalsekretär Thomas Weninger zu Beginn.
Am „3. Österreichischen Stadtregionstag“, der derzeit in Wien
stattfindet, wurde die „Agenda Stadtregionen“ erstmals vorgestellt.

Eingebettet in den 3. Stadtregionstag findet auch die 10.
Stadt-Umland-Konferenz (SUM-Konferenz) 2015 statt. Diese wird
jährlich von den Ländern Wien und Niederösterreich im Rahmen des
Stadt-Umland-Management Wien/NÖ (SUM) veranstaltetet und widmet sich
diesmal ebenfalls der „Agenda Stadtregionen“ in Österreich.

Die erste Diskussionsrunde unter Moderation von Puls-4-Infochefin
Corinna Milborn stand ganz im Zeichen der Vorteile und Hindernisse
von Kooperationen: „Eine bessere Kooperation nützt der ganzen
Region“, betonte Staatssekretärin Sonja Stessl, „eine gute
öffentliche Verkehrsanbindung, Schulen und Kindergärten entscheiden
darüber, wo Menschen hinziehen, ob sich Betriebe ansiedeln und eine
Region prosperiert“. Rudolf Schicker, Klubobmann und ehemaliger
Planungsstadtrat von Wien, verwies darauf, dass internationale
Beispiele wie Frankreich und Deutschland auch „Goodies“ anbieten, um
die Zusammenarbeit fördern. In Österreich sei es genau umgekehrt,
befand auch Helmut Mödlhammer, Präsident des Österreichischen
Gemeindebundes: „Die Umsatzsteuer-Belastung bei Gemeindekooperationen
ist ein großes Problem, weil durch die Besteuerung von
Serviceleistungen die Zusammenarbeit behindert, anstatt befördert
wird“.

Oberbürgermeister Ulrich Maly aus Nürnberg, der Erfahrungswerte
aus der „Metropolregion Nürnberg“ einbrachte, merkte an: wichtig sei
die absolute Freiwilligkeit dieses Zusammenschlusses. Würden
Kooperation ausschließlich zum Zweck von Einsparungen geschlossen,
sei der Plan von Anfang an zum Scheitern verurteilt, so Maly.

Kommunale Wissenschaftspreise vergeben

Im Rahmen des Stadtregionstages fand diesmal auch die Verleihung
der kommunalen Wissenschaftspreise von Österreichischem Städtebund
und Österreichischen Gemeindebund statt. Die PreisträgerInnen sind
Christian Macho (Thema „Umgehungskonstruktionen und
Gestaltungsmöglichkeiten bei der Vergabe von Bauaufträgen in der
Praxis“), Ruth Rützler („Die Direktvergabe mit vorheriger
Bekanntmachung nach § 41a BVerG“) , Caroline-Melanie Saller
(„Nachhaltiges Denken und Handeln der politischen Mandatarinnen und
Mandatare im Bezirk Mödling, Eine Feldstudie mit
Handlungsempfehlungen für eine verantwortungsbewusste und
zukunftsweisende Politik in Niederösterreich“). Der Anerkennungspreis
des Österreichischen Städtebundes erging an Marie Sofie Plakolm zum
Thema „Stadtregionale Kooperationen in Österreich Formen und
Politik“.

„Die Arbeit befasst sich mit den steigenden Verflechtungen
zwischen Städten und Umland. Viele Aufgaben lassen sich nur auf
Ebene der Stadtregion und somit zwischen mehreren
Gebietskörperschaften lösen. Ziel der Arbeit ist es, Erklärungen und
Gründe zu finden, warum in manchen Stadtregionen auf stadtregionaler
Ebene kooperiert wird, in anderen nicht“, sagte dazu Thomas Weninger,
Generalsekretär des Österreichischen Städtebundes in seiner Laudatio.

Mehr unter: www.staedtebund.gv.at; www.stadt-umland.at

(Schluss) red

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