ZiB-Moderatoren sind keine Stichwortgeber

Kritische Fragestellung im Studio ist keine „Lynchjustiz"

Wien (OTS) - Die Redakteursvertretung der „Zeit im Bild“ hält zur Kritik an ZiB2-Moderator Armin Wolf durch den ehemaligen Grün-Abgeordneten Johannes Voggenhuber fest:

Es bleibt jedem Politiker unbenommen, unsere Arbeit zu kritisieren. Es ist allerdings ein Irrglaube, daß Journalistinnen und Journalisten sich in einem Live-Interview „neutral“ zu verhalten haben. Das würde uns zu reinen Stichwortgebern degradieren. Kritische und auch harte Fragen sind selbstverständlich erlaubt. Der Live-Gast hat die Möglichkeit, unmittelbar darauf zu reagieren und entsprechend zu antworten. Das ist von den ORF-Aufsichtsbehörden bis hin zum Verfassungsgerichtshof mehrfach ausjudiziert worden. Niemand wird zu einem Interview gezwungen, es kann auch jederzeit abgebrochen werden. Wenn ein Studiogast mit den Fragen unzufrieden ist, hat er jede Möglichkeit, das in der Live-Sendung zu artikulieren. Hier von „Lynchjustiz“ zu sprechen ist absurd und richtet sich argumentativ von selbst.

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