Kirche: Jeder Dritte Asylwerber wird von Caritas betreut

Kirchlicher Asylstab: Derzeit über 6.000 Grundversorgungsplätze und knapp 15.000 mobil betreute Asylwerber im kirchlichen Bereich

Wien (KAP) - Die kirchliche Hilfe für Asylwerber hat weiter zugenommen: Insgesamt 20.920 Personen in der Grundversorgung und somit rund jeder Dritte werden derzeit von der kirchlichen Caritas österreichweit betreut. Diese Zahlen wurden am Freitag bei einer Sitzung des kirchlichen Asylstabs im Generalsekretariat der Bischofskonferenz bekanntgegeben. Der seit Ende Mai bestehenden Gruppe unter Vorsitz des Generalsekretärs der Bischofskonferenz, Peter Schipka, gehören Vertreter der Caritas, der diözesanen Generalvikare und Finanzkammerdirektoren sowie der Männer- und Frauenorden an.

Die Caritas selbst bringt im Rahmen der Grundversorgung 6.083 Asylwerber unter. Darüber hinaus werden derzeit 14.837 Asylwerbern von der Organisation mobil betreut. 2.592 der über 6.000 Grundversorgungsplätze befinden sich in Gebäuden, die im Eigentum von Pfarren, Diözesen, Ordensgemeinschaften und anderen kirchlichen Einrichtungen stehen. Die anderen Quartiere wurden eigens für die Unterbringung angemietet.

Laut Caritas-Präsident Michael Landau sei es allein im Vergleich zum September gelungen, die Hilfe weiter zu verstärken, sodass im Oktober insgesamt 2.468 Asylwerber zusätzlich betreut werden konnten. "Ohne Klöster, Orden und engagierte Pfarrgemeinden wäre dies nicht möglich", betonte Landau im Interview mit "Kathpress". Dies habe sich auch im Blick auf die hunderttausenden Flüchtlinge gezeigt, die in den letzten Wochen nach Österreich gekommen sind, um größtenteils in andere Länder weiterzuziehen. So habe allein die Caritas der Erzdiözese Wien zuletzt in den Ad-hoc-Notquartiere 16.200 Personen beherbergen können. Dazu kommt noch die Betreuung der ankommenden Flüchtlinge an den großen Bahnhöfen in Wien, Linz Graz und Salzburg. Die Flüchtlingssituation werde auch bei der am Montag beginnenden Vollversammlung der Bischofskonferenz "ganz oben auf der Agenda" stehen.

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