• 06.11.2015, 14:24:57
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  • OTS0185 OTW0185

Künftige ärztliche Versorgung ist eine machbare Herausforderung

Analyse der ärztlichen Kapazitäten an den Spitälern und im niedergelassenen Bereich in Vorarlberg präsentiert

Utl.: Analyse der ärztlichen Kapazitäten an den Spitälern und im
niedergelassenen Bereich in Vorarlberg präsentiert =

Bregenz (OTS) - (VLK) – Die Deckung des künftigen Bedarfs an
Ärztinnen und Ärzten und damit die Sicherung der Qualität der
medizinischen Versorgung in Vorarlberg ist eine große
Herausforderung, aber machbar. So fassen Gesundheitslandesrat
Christian Bernhard, VGKK-Obmann Manfred Brunner und der
Geschäftsführer der Krankenhausbetriebsgesellschaft, Gerald Fleisch,
die Ergebnisse einer aktuellen Studie zu diesem Thema zusammen.
Sowohl an Vorarlbergs Spitälern als auch im niedergelassenen Bereich
ist die Zahl der Ärztinnen und Ärzte in den letzten Jahren gestiegen.
Frei gewordene bzw. neu geschaffene Stellen konnten bzw. können bis
auf wenige Ausnahmen besetzt werden.

Die am Freitag, 6. November 2015, im Landhaus präsentierte Analyse
wurde von der Gesundheit Österreich Forschungs- und PlanungsGmbH im
Auftrag des Vorarlberger Landesgesundheitsfonds erstellt und
untersucht die ärztlichen Kapazitäten im intra- und extramuralen
Bereich in Vorarlberg. Die wesentlichen Ergebnisse:
- Mit Stand Dezember 2013 waren in Vorarlberg (ohne Zahnmedizin) rund
1.400 Ärztinnen und Ärzte (+48% gegenüber dem Jahr 2000) tätig, davon
rund 900 als Angestellte (+54%) und rund 600 niedergelassen (+34%).
Diese Steigerungsraten im Zeitraum 2000 bis 2013 sind in Vorarlberg
durchwegs höher als im Österreich-Schnitt.
- Besonders stark war der Zuwachs im Wahlarztbereich – die Zahl hat
sich von rund 140 auf rund 300 Ärztinnen und Ärzte mehr als
verdoppelt.
- Im Dezember 2013 war ein Viertel der berufstätigen Ärztinnen und
-ärzte in Vorarlberg 55 Jahre oder älter.

Insgesamt greifen die in Vorarlberg gesetzten Maßnahmen zur
Attraktivierung des Arztberufes, betonten Bernhard, Brunner und
Fleisch übereinstimmend. So stehe die grundsätzlich positive
Entwicklung des intramuralen Ärztebestandes – 428 Neuzugänge
gegenüber 268 Austritten im Zeitraum 2011 bis 2013 – im Zusammenhang
mit Verbesserungen der finanziellen Entlohnung und der
Arbeitsbedingungen über 50-jähriger sowie in der Wohnunterstützung,
Kinderbetreuung und Personalentwicklung.

Im niedergelassenen Bereich gibt es Schwierigkeiten bei der
Nachbesetzung von Kassenstellen insbesondere im ländlichen Raum.
VGKK-Obmann Brunner ist daher für eine Verbesserung des Knowhows zur
Führung einer allgemeinmedizinischen Praxis bereits während der
praktischen Ausbildung. Zudem gelte es, die Qualität der
Turnusausbildung weiter zu stärken und abzusichern. Zur
Attraktivierung des Vertragsarztbereichs wurden gemeinsam mit der
Vorarlberger Ärztekammer vertraglich bereits zahlreiche Maßnahmen
umgesetzt, etwa verschiedene Modelle für Jobsharing-Praxen,
Gruppenpraxen und Praxisgemeinschaften. Da es trotz dieser Maßnahmen
schwierig ist, mit den Vorteilen einer Wahlarztpraxis mitzuhalten,
wären auch gesetzliche Maßnahmen anzudenken, um eine Trendumkehr –
vom Wahlarzt hin zum Vertragsarzt – zu forcieren.

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