Korrektur zur OTS 0124 vom 6. November: Prälat-Leopold-Ungar-JournalistInnenpreis 2015

Für Mirjam Unger, Simon Hadler und Monika Maria Kalcsics, Anerkennungs- und Sonderpreise für sechs weitere ORF-Journalist/innen

Wien (OTS) - In der Aussendung muss der zweite Absatz korrekt lauten:

Fünf weitere Mitarbeiter/innen wurden mit Anerkennungspreisen bedacht: Julieta Rudich und Magdalena Maier sind die Preisträgerinnen TV, Nadja Katharina Kwapil, Barbara Zeithammer und Ernst Weber wurden für ihre Ö1-Beiträge ausgezeichnet. Zudem erhielt Eva-Maria Hinterwirth den Sonderpreis in der Kategorie TV für das ORF-Gehörlosenangebot „Eurovision Sign“ im Rahmen des Eurovision Song Contest.

Korrigierte Neufassung

Prälat-Leopold-Ungar-JournalistInnenpreis 2015 für Mirjam Unger, Simon Hadler und Monika Maria Kalcsics
Anerkennungs- und Sonderpreise für sechs weitere ORF-Journalist/innen

Erneut brachte der Prälat-Leopold-Ungar-JournalistInnenpreis zahlreiche Auszeichnungen für ORF-Mitarbeiter/innen. In den Kategorien Fernsehen, Radio und Online gingen die Hauptpreise an ORF-Journalist/innen: Mirjam Unger erhielt den höchstdotierten heimischen Journalistenpreis in der Kategorie TV für ihre „Am Schauplatz“-Reportage „Armut ist kein Kinderspiel“, Simon Hadler jenen in der Kategorie Online für seine Storys „Faktencheck:
Facebook-Mythen und Asylrealität“ und „Die Mindestsicherung als ‚Hängematte‘“. Preisträgerin in der Kategorie Hörfunk: Monika Maria Kalcsics für ihr Ö1-Hörbild „Zaatari. Gebrauchsanleitung eines Flüchtlingslagers“.

Fünf weitere Mitarbeiter/innen wurden mit Anerkennungspreisen bedacht: Julieta Rudich und Magdalena Maier sind die Preisträgerinnen TV, Nadja Katharina Kwapil, Barbara Zeithammer und Ernst Weber wurden für ihre Ö1-Beiträge ausgezeichnet. Zudem erhielt Eva-Maria Hinterwirth den Sonderpreis in der Kategorie TV für das ORF-Gehörlosenangebot „Eurovision Sign“ im Rahmen des Eurovision Song Contest.

Der Preis, der im Sinne des Lebenswerks von Prälat Leopold Ungar von der Caritas der Erzdiözese Wien und der Raiffeisenlandesbank Niederösterreich-Wien vergeben wird, ist mit 20.000 Euro der höchstdotierte Journalist/innenpreis Österreichs. Mit dem Preis werden herausragende journalistische Leistungen prämiert, die Toleranz und Verständnis im Umgang mit gesellschaftlichen Minderheiten fördern und sich mit sozialpolitischen Themen wie Armut, Obdachlosigkeit, Migration, Flucht, Alter, Krankheit oder Diskriminierung auseinandersetzen.

ORF-Generaldirektor Dr. Alexander Wrabetz: „Erneut ist eindrucksvoll veranschaulicht: Der ORF bietet den Österreicherinnen und Österreichern in allen drei Medien ausgezeichneten Qualitätsjournalismus. Es ist das tägliche Ziel der ORF-Journalist/innen, besonders in diesen gesellschaftlich fordernden Zeiten, einen konstruktiven Beitrag zur Sensibilisierung für und Bewältigung von Ungerechtigkeiten zu leisten. Ob Flüchtlingskrise, Ausgrenzung oder Armut – die ORF-Mitarbeiter/innen rücken mit ihren preisgekrönten Beiträgen sozialpolitisch wichtige Themen in den Fokus und zeigen damit auf exemplarische Weise, dass Qualitätsjournalismus tagtägliches ORF-Angebot in Radio, TV und online ist. Im Namen des ORF gratuliere ich allen Preisträgerinnen und Preisträgern sehr herzlich zu dieser wertvollen Anerkennung.“

Der Hauptpreis in der Kategorie TV ging an Mirjam Unger für die „Am Schauplatz“-Reportage „Armut ist kein Kinderspiel“. 300.000 Kinder sind in Österreich armutsgefährdet oder leben unter der Armutsgrenze. Unger begab sich in die Welt von vier Jugendlichen, die mitten in einem der reichsten Länder der Welt mit Entbehrungen, Delogierung und sogar Hunger aufwachsen und auf beeindruckende Weise über ihr tägliches Leben berichteten. Die Doku zeigt starke Mädchen und Burschen auf Augenhöhe mit der Filmemacherin, die ihren schwierigen Start ins Leben erhobenen Hauptes und oft auch mit Humor bewältigen. Julieta Rudich erhielt den Anerkennungspreis für die „Weltjournal“-Reportage „Der Kampf der Roma“, die thematisiert, wie die von der Wirtschaftskrise geplagten westeuropäischen Länder die ärmste Minderheit Europas zum Sündenbock machen, aber auch, dass sich die neue, selbstbewusste Generation von Roma nicht mehr verstecken will. Magdalena Maier bekam für die „Am Schauplatz“-Reportage „Aus dem Leben“ ebenfalls einen Anerkennungspreis. Sie ist den Fragen nachgegangen, warum Menschen – scheinbar freiwillig – ihrem Leben ein Ende setzen und wie die Hinterbliebenen mit dem tragischen Ereignis umgehen.

In der Kategorie Online ging der Hauptpreis an Simon Hadler für „Faktencheck: Facebook-Mythen und Asylrealität“ und „Die Mindestsicherung als ‚Hängematte‘“. Der ORF-Online-Journalist hat im Netz kursierende Gerüchte über Flüchtlinge und Bezieher/innen von Mindestsicherung auf deren Wahrheitsgehalt überprüft – in sachlichem Ton, ausführlich und verständlich. Der gezielten Desinformationen im Netz – hier exemplarisch auf Facebook – hält Hadler, Autor des jüngst erschienenen E-Books „Die Angst vor dem ,Ansturm‘“, minutiöse Recherche der Fakten und ausführliche Expertenstatements entgegen.

Den Hauptpreis in der Kategorie Radio erhielt Monika Maria Kalcsics für das Ö1-Hörbild „Zaatari. Gebrauchsanleitung eines Flüchtlingslagers“, eine ORF/BR/WDR-Koproduktion, die den Alltag von Menschen erzählt, die sich plötzlich in einem Flüchtlingslager wiederfinden. In Zaatari leben knapp 100.000 Menschen, die dem Krieg in Syrien entflohen sind. Die prämierte Feature-Autorin und Journalistin Monika Maria Kalcics ging an der syrisch-jordanischen Grenze der Frage nach, wie man Alltag in einem Flüchtlingslager aufbaut, das mittlerweile die fünftgrößte Stadt Jordaniens ist. Anerkennungspreise gingen an Nadja Katharina Kwapil für „Armutsfalle Musikberuf“ (Ö1-„Journal Panorama“) und „Wenn ältere Menschen kriminell werden“ (Ö1-„Moment Leben heute“), Barbara Zeithammer für „Nicht länger zusehen. Warum ich nach Traiskirchen fahre“ und „Ein Dorf mit Durchgangslager. Die Marktgemeinde Kreuzen und die Asyl-Betreuungsstelle Nord“ (beide: Ö1-„Moment Leben heute“) und Ernst Weber für „Intersex. Ein Leben zwischen den Geschlechtern“ (Ö1-„Moment Leben heute“).

Eine weitere Auszeichnung für die Ö1-„Hörbilder“ gab es am 4. November: Isabelle Engels erhielt für ihr Feature „Zwei Mütter“, das die Lebensgeschichte der niederösterreichischen SOS-Kinderdorfmutter Angela Sasshofer und ihrer Familie erzählt, den 3. Preis des „featurepreis ’15“. Dieser einzige internationale Preis für deutschsprachige Radiofeatures wird von der Stiftung Radio Basel zum neunten Mal vergeben.

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