„Kulturmontag“: Phänomen Woody Allen, Politischer Populismus, Steve-Jobs-Biopic und weitere „Songbook“-Videos

Außerdem: Neue Doku „#kunstjagd – Wo steckt das verschollene Gemälde?“ und „Great Moments – Die lange Nacht der Kultur“

Wien (OTS) - Zu einem gehaltvollen und äußerst abwechslungsreichen „Kulturmontag“ begrüßt Clarissa Stadler am 9. November 2015 um 22.30 Uhr in ORF 2: So widmet sich die Sendung u. a. zum 80. Geburtstag dem bestehenden und neuesten Werk von Kultregisseur Woody Allen, beleuchtet die Zunahme des politischen Populismus und dessen Wirksamkeit – dazu zu Gast im Studio der NLP-Trainer, Kulturwissenschafter und Autor Walter Ötsch – und berichtet über das Biopic über Apple-Gründer Steve Jobs. Außerdem stellt der „Kulturmontag“ zwei weitere Filme des Klassik-Videoclip-Projekts „Songbook“ vor. Anschließend an den Magazinteil stehen um 23.15 Uhr die neue Dokumentation „#kunstjagd – Wo steckt das verschollene Gemälde?“ zum Thema Raub- und Fluchtkunst, sowie, ab 0.00 Uhr, „Great Moments – Die lange Nacht der Kultur“ anlässlich 60 Jahre Fernsehen auf dem Programm.

Phänomen und Seelendoktor Woody Allen wird 80 – Neuer Film „Irrational Man“

Der weltberühmteste „Stadtneurotiker“ – Woody Allen – feiert am 1. Dezember seinen 80. Geburtstag. Er gilt als großer Philosoph unter den Kino-Komödianten und ist seit seinem Regiedebüt 1969 einer der populärsten und produktivsten Regisseure der Gegenwart, außerdem leidenschaftlicher Schauspieler, Drehbuchautor und Hobby-Musiker. 24 Mal Oscar-nominiert und immerhin viermal preisgekrönt ist sein umfassendes Oeuvre, das der Jahrhundertkomiker kokett so kommentiert:
„Vernünftigerweise habe ich die Hoffnung längst aufgegeben, einmal etwas Bedeutendes zu schaffen.“ Allerdings ist er längst so berühmt und begehrt, dass die Hollywoodstars Schlange stehen, um bei einem neuen Film dabei zu sein. So auch bei Allens jüngstem Streich „Irrational Man“ mit Emma Stone und Joaquin Phoenix, die sich auf die Couch des filmischen Seelendoktors gelegt haben. Der „Kulturmontag“ hat mit dem Regiemeister über seinen bisher 51. Film gesprochen (Kinostart 12. November) und wirft einen Blick auf dessen unglaubliche Karriere.

Die Sprache des Hasses – Die Parolen der neuen Rechtspopulisten

Spätestens seit der aktuellen Flüchtlingskrise ist klar: Der Rechtspopulismus ist zurück in Deutschland und Österreich und wird stark in ganz Europa. Für die Wiener Kunsthalle Anlass, sich in ihrer neuen Ausstellung „Politischer Populismus“, die am 6. November eröffnet, mit dem Thema zu beschäftigen. Der „Kulturmontag“ hat mit dem libanesisch-britischen Künstler Lawrence Abu Hamdan gesprochen und die preisgekrönte Sprachwissenschafterin Ruth Wodak, den Schriftsteller Josef Haslinger sowie den Sprachphilosophen Paul Sailer-Wlasits zum Thema befragt. Warum werden populistische Strategien gerade jetzt häufiger? Wie funktionieren sie? Und: Wie wirksam sind populistische Parolen? Zu Gast im Studio ist der NLP-Trainer, Kulturwissenschafter und Autor Walter Ötsch („Haider light“).

Michael Fassbender als Apple-Gründer im Biopic „Steve Jobs“

Für seine Fans war der 2011 verstorbene Apple-Gründer Steve Jobs mehr ein Prophet als nur der Chef einer der größten Computer-Konzerne der Welt. Von der meist in puristischem Schwarz gehaltenen Bühne verkündete er mit jedem neuen Produkt eine kleine Revolution, und er sollte in einigen Fällen Recht behalten. Das am 12. November im Kino startende Filmdrama „Steve Jobs“ begleitet den Visionär, gespielt von Michael Fassbender, während der Minuten vor drei solcher Produktpräsentationen, die sein Leben und seine Karriere geprägt und verändert haben. Inspiriert von der offiziellen Jobs-Biografie lässt der Oscar-prämierte Drehbuchautor Aaron Sorkin in allen drei „Akten“ wichtige Figuren aus Jobs Umfeld auftauchen, darunter seine Marketing-Chefin Joanna Hoffman, Apple-Co-Gründer Steve Wozniak und auch seine Tochter Lisa Brennen-Jobs. Der ebenfalls Oscar-gekrönte Regisseur Danny Boyle setzt sein hochkaratiges Ensemble rund um Fassbender und Kate Winslet in einem wortgewaltigen Filmkammerspiel in Szene, das Jobs nicht als Visionär, sondern vielmehr als Menschen zeigt, den man gleichermaßen bewundern und verachten kann.

„Heidenröslein“ und „Gretchen am Spinnrade“: Zwei weitere „Songbook“-Klassik-Videoclips

Seit vergangener Woche stellt der „Kulturmontag“ wöchentlich die insgesamt neun Filme des ORF-„Songbook“ vor: Im Rahmen des von Mentoren wie Michael Haneke und Ildikó Raimondi unterstützten Klassik-Videoclip-Projekts haben Gesangs- sowie Filmstudentinnen und -studenten deutsches Liedgut neu vertont und zeitgemäß verfilmt. Die Musikvideos eröffnen interessante inhaltliche Zugänge zu den Liedthemen. Diese Woche sind die Interpretationen zweier Franz-Schubert-Klassiker zu sehen: das „Heidenröslein“ der Regisseurin Barbara Schärf (Gesang: Pavel Kvashnin, Tenor) als Geschichte eines gewaltbereiten Stalkers und das „Gretchen am Spinnrade“ von Filmemacherin Magdalena Chmielewska (Gesang: Caroline Jestaedt, Sopran), das die Story von Fausts Gretchen als Liebeswahn an der Ostsee erzählt. Zum Abschluss der Clip-Präsentationen im „Kulturmontag“ steht am 30. November eine Making-Of-Doku von Florian Gebauer auf dem Programm. Parallel läuft ein Online-Wettbewerb, bei dem das beste Konzept gewählt und prämiert wird.

Neue Dokumentation: „#kunstjagd – Wo steckt das verschollene Gemälde?“ (23.15 Uhr)

Das Porträt einer Frau, die ein Buch hält – „die jüdische Mona Lisa“ – hat 1938 der Familie Engelberg das Leben gerettet. Durch den Verkauf des Bildes konnte Vater Engelberg dem Konzentrationslager und die ganze Familie mit Visa für die Schweiz dem nationalsozialistischen Terror entkommen. Das Bild ist seitdem verschollen. Das Schicksal der Engelbergs und ihrer „Mona Lisa“ dient als Schlüssel, um den vermeintlich weit zurück liegenden, größten Kunstraub der Geschichte zu personalisieren. Im Mai 2015 wurde in Deutschland, Schweiz und Österreich eine transmediale Suche nach dem Bild gestartet. Die Dokumentation von Christian Salewski begleitet diese, beleuchtet Hintergründe und transportiert damit ein detektivisch genaues Abbild eines exemplarischen Falles in die Gegenwart.

„Great Moments – Die lange Nacht der Kultur“ (ab 0.00 Uhr)

0.00 Uhr: „La Traviata“
2.20 Uhr: „Geschichten aus dem Wienerwald“
4.20 Uhr: Antonín Dvořák – Symphonie Nr. 9 „Aus der Neuen Welt“ 5.05 Uhr: Neujahrsgrüße im Walzerschritt

Alle Details zur „Langen Nacht der Kultur“ sind unter presse.ORF.at abrufbar.

Der „Kulturmontag“ wird als Live-Stream sowie nach der TV-Ausstrahlung sieben Tage als Video-on-Demand auf der Video-Plattform ORF-TVthek (http://TVthek.ORF.at) bereitgestellt.

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