- 06.11.2015, 11:39:17
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„Kulturmontag“: Phänomen Woody Allen, Politischer Populismus, Steve-Jobs-Biopic und weitere „Songbook“-Videos
Außerdem: Neue Doku „#kunstjagd – Wo steckt das verschollene Gemälde?“ und „Great Moments – Die lange Nacht der Kultur“
Utl.: Außerdem: Neue Doku „#kunstjagd – Wo steckt das verschollene
Gemälde?“ und „Great Moments – Die lange Nacht der Kultur“ =
Wien (OTS) - Zu einem gehaltvollen und äußerst abwechslungsreichen
„Kulturmontag“ begrüßt Clarissa Stadler am 9. November 2015 um 22.30
Uhr in ORF 2: So widmet sich die Sendung u. a. zum 80. Geburtstag dem
bestehenden und neuesten Werk von Kultregisseur Woody Allen,
beleuchtet die Zunahme des politischen Populismus und dessen
Wirksamkeit – dazu zu Gast im Studio der NLP-Trainer,
Kulturwissenschafter und Autor Walter Ötsch – und berichtet über das
Biopic über Apple-Gründer Steve Jobs. Außerdem stellt der
„Kulturmontag“ zwei weitere Filme des Klassik-Videoclip-Projekts
„Songbook“ vor. Anschließend an den Magazinteil stehen um 23.15 Uhr
die neue Dokumentation „#kunstjagd – Wo steckt das verschollene
Gemälde?“ zum Thema Raub- und Fluchtkunst, sowie, ab 0.00 Uhr, „Great
Moments – Die lange Nacht der Kultur“ anlässlich 60 Jahre Fernsehen
auf dem Programm.
Phänomen und Seelendoktor Woody Allen wird 80 – Neuer Film
„Irrational Man“
Der weltberühmteste „Stadtneurotiker“ – Woody Allen – feiert am 1.
Dezember seinen 80. Geburtstag. Er gilt als großer Philosoph unter
den Kino-Komödianten und ist seit seinem Regiedebüt 1969 einer der
populärsten und produktivsten Regisseure der Gegenwart, außerdem
leidenschaftlicher Schauspieler, Drehbuchautor und Hobby-Musiker. 24
Mal Oscar-nominiert und immerhin viermal preisgekrönt ist sein
umfassendes Oeuvre, das der Jahrhundertkomiker kokett so kommentiert:
„Vernünftigerweise habe ich die Hoffnung längst aufgegeben, einmal
etwas Bedeutendes zu schaffen.“ Allerdings ist er längst so berühmt
und begehrt, dass die Hollywoodstars Schlange stehen, um bei einem
neuen Film dabei zu sein. So auch bei Allens jüngstem Streich
„Irrational Man“ mit Emma Stone und Joaquin Phoenix, die sich auf die
Couch des filmischen Seelendoktors gelegt haben. Der „Kulturmontag“
hat mit dem Regiemeister über seinen bisher 51. Film gesprochen
(Kinostart 12. November) und wirft einen Blick auf dessen
unglaubliche Karriere.
Die Sprache des Hasses – Die Parolen der neuen Rechtspopulisten
Spätestens seit der aktuellen Flüchtlingskrise ist klar: Der
Rechtspopulismus ist zurück in Deutschland und Österreich und wird
stark in ganz Europa. Für die Wiener Kunsthalle Anlass, sich in ihrer
neuen Ausstellung „Politischer Populismus“, die am 6. November
eröffnet, mit dem Thema zu beschäftigen. Der „Kulturmontag“ hat mit
dem libanesisch-britischen Künstler Lawrence Abu Hamdan gesprochen
und die preisgekrönte Sprachwissenschafterin Ruth Wodak, den
Schriftsteller Josef Haslinger sowie den Sprachphilosophen Paul
Sailer-Wlasits zum Thema befragt. Warum werden populistische
Strategien gerade jetzt häufiger? Wie funktionieren sie? Und: Wie
wirksam sind populistische Parolen? Zu Gast im Studio ist der
NLP-Trainer, Kulturwissenschafter und Autor Walter Ötsch („Haider
light“).
Michael Fassbender als Apple-Gründer im Biopic „Steve Jobs“
Für seine Fans war der 2011 verstorbene Apple-Gründer Steve Jobs mehr
ein Prophet als nur der Chef einer der größten Computer-Konzerne der
Welt. Von der meist in puristischem Schwarz gehaltenen Bühne
verkündete er mit jedem neuen Produkt eine kleine Revolution, und er
sollte in einigen Fällen Recht behalten. Das am 12. November im Kino
startende Filmdrama „Steve Jobs“ begleitet den Visionär, gespielt von
Michael Fassbender, während der Minuten vor drei solcher
Produktpräsentationen, die sein Leben und seine Karriere geprägt und
verändert haben. Inspiriert von der offiziellen Jobs-Biografie lässt
der Oscar-prämierte Drehbuchautor Aaron Sorkin in allen drei „Akten“
wichtige Figuren aus Jobs Umfeld auftauchen, darunter seine
Marketing-Chefin Joanna Hoffman, Apple-Co-Gründer Steve Wozniak und
auch seine Tochter Lisa Brennen-Jobs. Der ebenfalls Oscar-gekrönte
Regisseur Danny Boyle setzt sein hochkaratiges Ensemble rund um
Fassbender und Kate Winslet in einem wortgewaltigen Filmkammerspiel
in Szene, das Jobs nicht als Visionär, sondern vielmehr als Menschen
zeigt, den man gleichermaßen bewundern und verachten kann.
„Heidenröslein“ und „Gretchen am Spinnrade“: Zwei weitere
„Songbook“-Klassik-Videoclips
Seit vergangener Woche stellt der „Kulturmontag“ wöchentlich die
insgesamt neun Filme des ORF-„Songbook“ vor: Im Rahmen des von
Mentoren wie Michael Haneke und Ildikó Raimondi unterstützten
Klassik-Videoclip-Projekts haben Gesangs- sowie Filmstudentinnen und
-studenten deutsches Liedgut neu vertont und zeitgemäß verfilmt. Die
Musikvideos eröffnen interessante inhaltliche Zugänge zu den
Liedthemen. Diese Woche sind die Interpretationen zweier
Franz-Schubert-Klassiker zu sehen: das „Heidenröslein“ der
Regisseurin Barbara Schärf (Gesang: Pavel Kvashnin, Tenor) als
Geschichte eines gewaltbereiten Stalkers und das „Gretchen am
Spinnrade“ von Filmemacherin Magdalena Chmielewska (Gesang: Caroline
Jestaedt, Sopran), das die Story von Fausts Gretchen als Liebeswahn
an der Ostsee erzählt. Zum Abschluss der Clip-Präsentationen im
„Kulturmontag“ steht am 30. November eine Making-Of-Doku von Florian
Gebauer auf dem Programm. Parallel läuft ein Online-Wettbewerb, bei
dem das beste Konzept gewählt und prämiert wird.
Neue Dokumentation: „#kunstjagd – Wo steckt das verschollene
Gemälde?“ (23.15 Uhr)
Das Porträt einer Frau, die ein Buch hält – „die jüdische Mona Lisa“
– hat 1938 der Familie Engelberg das Leben gerettet. Durch den
Verkauf des Bildes konnte Vater Engelberg dem Konzentrationslager und
die ganze Familie mit Visa für die Schweiz dem
nationalsozialistischen Terror entkommen. Das Bild ist seitdem
verschollen. Das Schicksal der Engelbergs und ihrer „Mona Lisa“ dient
als Schlüssel, um den vermeintlich weit zurück liegenden, größten
Kunstraub der Geschichte zu personalisieren. Im Mai 2015 wurde in
Deutschland, Schweiz und Österreich eine transmediale Suche nach dem
Bild gestartet. Die Dokumentation von Christian Salewski begleitet
diese, beleuchtet Hintergründe und transportiert damit ein
detektivisch genaues Abbild eines exemplarischen Falles in die
Gegenwart.
„Great Moments – Die lange Nacht der Kultur“ (ab 0.00 Uhr)
0.00 Uhr: „La Traviata“
2.20 Uhr: „Geschichten aus dem Wienerwald“
4.20 Uhr: Antonín Dvořák – Symphonie Nr. 9 „Aus der Neuen Welt“
5.05 Uhr: Neujahrsgrüße im Walzerschritt
Alle Details zur „Langen Nacht der Kultur“ sind unter presse.ORF.at
abrufbar.
Der „Kulturmontag“ wird als Live-Stream sowie nach der
TV-Ausstrahlung sieben Tage als Video-on-Demand auf der
Video-Plattform ORF-TVthek (http://TVthek.ORF.at) bereitgestellt.
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