- 06.11.2015, 09:22:44
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Renner: TTIP gefährdet die Qualität unserer Lebensmittel
Europa droht mit Lebensmittel-Billigstprodukten minderer Qualität aus den USA überrollt zu werden
Utl.: Europa droht mit Lebensmittel-Billigstprodukten minderer
Qualität aus den USA überrollt zu werden =
St. Pölten (OTS) - „Es freut mich persönlich sehr, dass sich nun auch
immer mehr maßgebliche Vertreter des Lebensmittelhandels und der
lebensmittelerzeugenden Wirtschaft in den Kampf gegen das
Transatlantische Freihandelsabkommen mit den USA (TTIP) einschalten
und ihre berechtigten Bedenken in den politischen
Entscheidungsprozess einbringen“, so Niederösterreichs oberste
Konsumentenschützerin und verantwortliches Regierungsmitglied für die
Lebensmittelkontrolle, LHStv. Mag. Karin Renner. So äußerte der
Vorstandsvorsitzende der Supermarktkette SPAR Gerhard Drexel ja
jüngst geharnischte Kritik an den Herstellungsmethoden und an der
Qualität von amerikanischem Rindfleisch. Auch die Chefs der Molkerei
Nöm und des Backwarenherstellers Ölz befürchten enorme
Marktverzerrungen sowie eine Überschwemmung des österreichischen
Marktes mit amerikanischen Billigstprodukten minderer Qualität.
„Das Freihandelsabkommen TTIP nutzt vor allem großen Konzernen.
Besonders Österreichs Landwirtschaft weist überdurchschnittlich
kleine und mittlere Betriebsgrößen auf, die Qualität der erzeugten
Lebensmittel ist dabei ein wichtiger Verkaufsfaktor. TTIP gefährdet
daher die Interessen der niederösterreichischen Konsumentinnen und
Konsumenten, unserer Landwirte und unserer lebensmittelerzeugenden
Wirtschaft existentiell. Erzeugung und Handel zum alleinigen Zweck
der Profitmaximierung geht gerade im Bereich Landwirtschaft auf
Kosten von Menschen und Umwelt. Zudem werden gerade jetzt wieder neue
Pläne kolportiert, beispielsweise die Wasserversorgung der Städte und
Gemeinden international ausschreiben zu müssen und damit auch
internationale Konzerne im Heimmarkt leichter Fußfassen zu lassen.
Das hätte auch zur Folge, dass diese Unternehmen unsere
Wasserressourcen aufkaufen und damit auch eigene Geschäfte, die nicht
im Interesse Österreichs sind, betreiben könnten. Das würde reichen
von einer großflächigen kommerziellen Vermarktung reinsten
Quellwassers bis hin zur Privatisierung der Trinkwasserversorger.
Auch hier gilt ganz klar: Wehret den Anfängen!“, appelliert Renner an
alle politischen Verantwortungsträger, weiterhin geeint und
nachhaltig gegen TTIP aufzutreten.
(Schluss) fa
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