Heinisch- Hosek: Nächster Schritt in Richtung Verbesserung der Vereinbarkeit von Beruf und Familie gelungen

Besserer Schutz für freie Dienstnehmerinnen, Karenz für Pflegeeltern ohne Adoptionsabsicht und Kündigungsschutz bei Fehlgeburten

Wien (OTS) - Bildungs- und Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek begrüßt die Novellen zum Mutterschutzgesetz und Väter- Karenzgesetz, die heute in Begutachtung gehen. Österreich ist, was die Vereinbarkeit von Beruf und Familie betrifft, auf einem guten Weg. "Mit dem Vereinbarkeitspaket erreichen wir Verbesserungen gleich für mehrere Gruppen. Pflegeeltern, die ein Kind ohne die Möglichkeit einer Adoption in unentgeltliche Pflege genommen haben werden nun erstmals auch einen Karenzanspruch haben. Das freut mich besonders", so die Ministerin.

Frauen, die eine Fehlgeburt erleben mussten, sollen in der unmittelbaren Zeit danach besonderen arbeitsrechtlichen Schutz haben. "Leider ist es immer wieder vorgekommen, dass Frauen in dieser schwierigen Zeit nach einer Fehlgeburt vom Arbeitgeber gekündigt wurden. In Zukunft gibt es daher innerhalb von vier Wochen danach Kündigungs- und Entlassungsschutz", erläutert die Frauenministerin.

Auch bei den freien Dienstnehmerinnen gibt es Verbesserungen - sie sollen mit der vorgesehenen Novelle nunmehr ebenfalls unter das Beschäftigungsverbot laut Mutterschutzgesetz fallen. Damit haben sie Anspruch auf Wochengeld und Freistellung direkt vor und nach der Geburt.

Bei der Elternteilzeit werden klarere Rahmenbedingungen geschaffen:
"Die Festlegung einer Mindestarbeitszeit von 12 Stunden pro Woche ist ein Anreiz für Eltern nicht zu viele Stunden zu reduzieren. Das bringt später nicht nur mehr Pension, sondern erleichtert auch den Wiederumstieg auf Vollzeit", so Heinisch-Hosek, die auch das geplante Informationsrecht für Teilzeitbeschäftige über im Unternehmen frei werdende Vollzeitstellen ausdrücklich begrüßt.

Mit dem Festlegen eines zweiten Meldezeitpunktes im Karenzrecht wird außerdem eine Lücke geschlossen, die es bisher vor allem Vätern verunmöglicht hat, sich und ihrer Familie den Wunsch zu erfüllen, Kinderbetreuungszeiten in Anspruch zu nehmen.

"Bessere Vereinbarkeit ist keine persönliche Frage - davon profitiert die Gesellschaft und die Wirtschaft als Ganzes. Die OECD hat berechnet, dass Österreich durch Geschlechtergleichstellung ein BIP-Wachstum von rund 13% zu erwarten hätte. Dieses Potenzial müssen wir auch nutzen. Das Vereinbarkeitspaket ist ein Schritt in diese Richtung. Die Neugestaltung des Kinderbetreuungsgeldes ist ein nächster wichtiger Schritt. Hier bin ich in guten Gesprächen mit Familienministerin Karmasin. Unser beider Anliegen ist es, für Familien bessere Rahmenbedingungen zu schaffen, um sich die Kinderbetreuung partnerschaftlich zu teilen. Der Partnerschaftsbonus für etwa gleich lange Kinderbetreuungszeiten gehört als Anreiz genauso dazu wie ein höherer, nur für Väter reservierter Anteil als bisher. Nicht zuletzt ist es den Familien wichtig, die ersten prägenden, aber auch anstrengenden Wochen direkt nach der Geburt gemeinsam verbringen zu können. Ein Papa- bzw. Babymonat ist hier zentral", so Heinisch-Hosek abschließend.

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