- 03.11.2015, 14:24:27
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Heinisch- Hosek: Nächster Schritt in Richtung Verbesserung der Vereinbarkeit von Beruf und Familie gelungen
Besserer Schutz für freie Dienstnehmerinnen, Karenz für Pflegeeltern ohne Adoptionsabsicht und Kündigungsschutz bei Fehlgeburten
Utl.: Besserer Schutz für freie Dienstnehmerinnen, Karenz für
Pflegeeltern ohne Adoptionsabsicht und Kündigungsschutz bei
Fehlgeburten =
Wien (OTS) - Bildungs- und Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek
begrüßt die Novellen zum Mutterschutzgesetz und Väter- Karenzgesetz,
die heute in Begutachtung gehen. Österreich ist, was die
Vereinbarkeit von Beruf und Familie betrifft, auf einem guten Weg.
"Mit dem Vereinbarkeitspaket erreichen wir Verbesserungen gleich für
mehrere Gruppen. Pflegeeltern, die ein Kind ohne die Möglichkeit
einer Adoption in unentgeltliche Pflege genommen haben werden nun
erstmals auch einen Karenzanspruch haben. Das freut mich besonders",
so die Ministerin.
Frauen, die eine Fehlgeburt erleben mussten, sollen in der
unmittelbaren Zeit danach besonderen arbeitsrechtlichen Schutz haben.
"Leider ist es immer wieder vorgekommen, dass Frauen in dieser
schwierigen Zeit nach einer Fehlgeburt vom Arbeitgeber gekündigt
wurden. In Zukunft gibt es daher innerhalb von vier Wochen danach
Kündigungs- und Entlassungsschutz", erläutert die Frauenministerin.
Auch bei den freien Dienstnehmerinnen gibt es Verbesserungen - sie
sollen mit der vorgesehenen Novelle nunmehr ebenfalls unter das
Beschäftigungsverbot laut Mutterschutzgesetz fallen. Damit haben sie
Anspruch auf Wochengeld und Freistellung direkt vor und nach der
Geburt.
Bei der Elternteilzeit werden klarere Rahmenbedingungen geschaffen:
"Die Festlegung einer Mindestarbeitszeit von 12 Stunden pro Woche ist
ein Anreiz für Eltern nicht zu viele Stunden zu reduzieren. Das
bringt später nicht nur mehr Pension, sondern erleichtert auch den
Wiederumstieg auf Vollzeit", so Heinisch-Hosek, die auch das geplante
Informationsrecht für Teilzeitbeschäftige über im Unternehmen frei
werdende Vollzeitstellen ausdrücklich begrüßt.
Mit dem Festlegen eines zweiten Meldezeitpunktes im Karenzrecht wird
außerdem eine Lücke geschlossen, die es bisher vor allem Vätern
verunmöglicht hat, sich und ihrer Familie den Wunsch zu erfüllen,
Kinderbetreuungszeiten in Anspruch zu nehmen.
"Bessere Vereinbarkeit ist keine persönliche Frage - davon profitiert
die Gesellschaft und die Wirtschaft als Ganzes. Die OECD hat
berechnet, dass Österreich durch Geschlechtergleichstellung ein BIP-
Wachstum von rund 13% zu erwarten hätte. Dieses Potenzial müssen wir
auch nutzen. Das Vereinbarkeitspaket ist ein Schritt in diese
Richtung. Die Neugestaltung des Kinderbetreuungsgeldes ist ein
nächster wichtiger Schritt. Hier bin ich in guten Gesprächen mit
Familienministerin Karmasin. Unser beider Anliegen ist es, für
Familien bessere Rahmenbedingungen zu schaffen, um sich die
Kinderbetreuung partnerschaftlich zu teilen. Der Partnerschaftsbonus
für etwa gleich lange Kinderbetreuungszeiten gehört als Anreiz
genauso dazu wie ein höherer, nur für Väter reservierter Anteil als
bisher. Nicht zuletzt ist es den Familien wichtig, die ersten
prägenden, aber auch anstrengenden Wochen direkt nach der Geburt
gemeinsam verbringen zu können. Ein Papa- bzw. Babymonat ist hier
zentral", so Heinisch-Hosek abschließend.
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