AK-Präsident Kalliauer appelliert an Rechtsanwaltskammer: „Streit um Anwaltstarife nicht auf Rücken der Bürger austragen!“

Linz (OTS) - Die kostenlose Rechtsberatung der Rechtsanwaltskammer ist für viele Bürger/-innen eine zentrale Anlaufstelle, um bei juristischen Streitigkeiten erste wichtige Informationen zum weiteren Vorgehen bzw. über ihre Rechte zu bekommen. Aufgrund des Tarifstreits zwischen Justizministerium und Rechtsanwaltskammer setzt letztere die Erstberatung nun aus - für AK-Präsident Dr. Johann Kalliauer absolut inakzeptabel: "Der Tarifstreit darf nicht auf dem Rücken der ratsuchenden Bürgerinnen und Bürger ausgetragen werden!". Die Arbeiterkammer Oberösterreich fordert, dass die kostenlose Erstberatung gesetzlich verankert wird.

Die Arbeiterkammer Oberösterreich ist für mehr als 635.000 Mitglieder die wichtigste Ansprechpartnerin, wenn es um Beratung und Vertretung in Sozial- und Arbeitsrechtsfragen geht. Darüber hinaus berät die AK kostenlos im Bereich Konsumentenschutz. Viele Bürger/-innen benötigen allerdings über diese Themenbereiche hinaus rechtliche Erstberatung und Orientierung, die mitunter sehr teuer werden kann. Wichtige Anlaufstelle für tausende Ratsuchende ist die kostenlose Erstberatung der Rechtsanwaltskammer.

Fast jeder Mensch braucht irgendwann einmal in seinem Leben juristischen Beistand - und das meist unfreiwillig. Ob Nachbarschaftsstreit, zerbrochene Ehe oder Todesfall in der Familie:
Rechtliche Unsicherheit und Orientierungslosigkeit im Behördendschungel können jeden Menschen treffen. Juristenhonorare und Rechtsschutzversicherungen sind für viele Menschen kaum oder gar nicht finanzierbar. AK-Präsident Kalliauer fordert die Rechtsanwaltskammer deswegen auf: "Das Tarif-Hick-Hack zwischen Justizministerium und Rechtsanwaltskammer darf nicht dazu führen, dass ratsuchende Bürgerinnen und Bürger bestraft werden. Die kostenlose Rechtsberatung muss deswegen aus Sicht der Arbeiterkammer sofort wieder eingesetzt werden!"

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