• 03.11.2015, 11:08:55
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Fraunhofer Austria: Lösungen für den Einkauf der Zukunft

Der Einkauf wird sich durch Industrie 4.0 bedeutend verändern. Wie Unternehmen von den neuen Möglichkeiten profitieren können, erforschen die Wissenschaftler von Fraunhofer Austria.

Utl.: Der Einkauf wird sich durch Industrie 4.0 bedeutend verändern.
Wie Unternehmen von den neuen Möglichkeiten profitieren
können, erforschen die Wissenschaftler von Fraunhofer Austria. =

Wien (OTS) - Die Kernaufgabe des Einkaufs ist die Beschaffung von
Rohstoffen und Materialen - und das kostenoptimal und
anforderungsgerecht. Entwicklungen hin zur Industrie 4.0 bergen auch
für den Einkauf neue Möglichkeiten. Operative und teilweise taktische
Aufgaben werden in Zukunft automatisiert erfolgen. Gleichzeitig
entstehen große Chancen zur strategischen Gestaltung und Generierung
von Wertbeiträgen. Der Einkauf wird über die gesamte
Wertschöpfungskette Wettbewerbsvorteile und Chancen für das eigene
Unternehmen bringen.

Möglichkeiten des Einkaufs im Zeitalter der Industrie 4.0

Industrie 4.0 ermöglicht eine unternehmensübergreifende Optimierung
der gesamten Lieferkette. Unternehmen profitieren beispielsweise von
einer verbesserten Reaktionsfähigkeit, verkürzten
Wiederbeschaffungszeiten, hoher Materialverfügbarkeit und Liefertreue
sowie Senkung der Prozesskosten.

Das wohl größte Potential des Einkaufs liegt in der Abwicklung in
Echtzeit. Aktuell sind Reaktionszeiten lang und gesammelte Daten
werden nicht in vollem Umfang genutzt. In Zukunft können
Einkaufsprozesse durch Vernetzung in Echtzeit erfolgen. Gesammelte
Daten werden auch wirklich verwendet und durch die Erhebung fehlender
Daten optimal ergänzt.

Automatisierung trägt außerdem maßgeblich zur Senkung der
Bestellkosten bei. Durch Verknüpfungen kann z.B. der optimale
Zeitpunkt von Bestellungen festgelegt werden.

Beispiele für Einkauf der Zukunft

Im E-Procurement wird die operative Beschaffung über elektronische
Medien abgewickelt. Verwaltungs- und Transaktionskosten werden
erheblich gesenkt. Beispiele hierfür sind elektronische Marktplätze,
Online Shops oder elektronische Ausschreibungen.

E-Commerce wiederum bezeichnet die elektronische Abwicklung aller
Tätigkeiten, die im engeren Sinne mit dem Handel von Waren und
Dienstleistungen zu tun haben. Dazu gehören etwa der
Informationsaustausch, die eigentliche Transaktionsabwicklung und die
Zahlung.

Dank RFID-Technologie können Objekte mit Radiowellen berührungslos
und automatisch identifiziert und lokalisiert werden. RFID minimiert
aufwändige Abstimmungen, Erfassungsfehler und Betriebsstörungen, die
Verwendung von Material kann nachvollzogen und die Effizienz
gesteigert werden. Auch 3D-Druck wird zunehmend an Bedeutung
gewinnen: Er ersetzt Beschaffung und Lager und vereinfacht die
Zugänglichkeit von Ersatzteilen.

Fraunhofer Austria unterstützt auf dem Weg in den Einkauf der
Zukunft

Industrie 4.0 bietet zahlreiche Chancen für den Einkauf. Um diese
bestmöglich zu nutzen, müssen mögliche Technologien und Prozesse
bekannt sein und bedarfsgerecht in Unternehmen eingesetzt werden. Die
Experten von Fraunhofer Austria kennen den aktuellen Stand der
Technik und relevante Entwicklungen im Einkauf. Sie zeigen
Unternehmen, welche Technologien für ihren individuellen Einkauf
interessant sind. Dabei berücksichtigen sie sowohl den Nutzen als
auch die Kosten.

Doch nicht nur bei der technologischen sondern auch bei der
"personellen Aufrüstung" unterstützt Fraunhofer Austria Unternehmen.
Denn die neuen Möglichkeiten und komplexen Aufgaben führen zu
veränderten Anforderungen an Mitarbeiter. Einkäufer müssen künftig
interdisziplinäre Kompetenzen aufweisen - von IT- über Recht- und
Prozessmanagementkenntnissen bis hin zur internationalen Vernetzung.
Sie müssen technologisch auf dem neuesten Stand und flexibel sein
sowie bestehende Methoden hinterfragen und gegebenenfalls anpassen.
Der Einkäufer der Zukunft bekommt mehr Verantwortung, Einfluss und
Mitentscheidungskraft.

Eine weitere Herausforderung für Unternehmen liegt in der
Interdisziplinarität: Industrie 4.0 fordert in allen Bereichen
Kooperationen, so auch im Einkauf. Denn nicht jedes Unternehmen hat
alle notwendigen Kompetenzen unter einem Dach. Fraunhofer Austria
bietet sich als Partner in der Forschung an. Unsere Experten
vermitteln darüber hinaus auch weitere potentielle Partner aus
Disziplinen, die Unternehmen möglicherweise noch benötigen, etwa aus
dem IT-Bereich.

Außerdem bringt Fraunhofer Austria ihre langjährige Erfahrung in die
Gestaltung von Ausschreibungen mit ein. Im Rahmen der Ausarbeitung
berücksichtigen wir mögliche zukunftweisende Aspekte der Industrie
4.0, um aufwändige Nachrüstungen im Nachhinein zu vermeiden.

Kurzinformation zur Fraunhofer Austria Research GmbH:

Die Fraunhofer Austria Research GmbH wurde Ende 2008 als erste
europäische Tochtergesellschaft der Fraunhofer-Gesellschaft
gegründet. In den beiden Geschäftsbereichen "Produktions- und
Logistikmanagement" in Wien und "Visual Computing" in Graz arbeiten
37 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler an anwendungsorientierten
Lösungen zum Nutzen der Wirtschaft und zum Vorteil der Gesellschaft.
Forschen für die Praxis ist die zentrale Aufgabe der
Fraunhofer-Einrichtungen

Weitere Informationen: www.fraunhofer.at

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