• 02.11.2015, 14:27:55
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  • OTS0145 OTW0145

Grundlagenarbeit in der Sozialversicherung für Gesundheitsreform

Nutzung öffentlicher Daten zur Messung der Effektivität des Gesundheitswesens

Utl.: Nutzung öffentlicher Daten zur Messung der Effektivität des
Gesundheitswesens =

Wien (OTS) - Für das Gesundheitswesen wurden in Österreich pro Jahr
zuletzt knapp 35 Mrd. Euro aufgewendet. Dies entspricht rund 11
Prozent des Brutto-Inlandsproduktes und bedeutet, dass Österreich bei
den Pro-Kopf-Aufwendungen im Kreis der OECD-Staaten ganz vorne
rangiert.
Hohe öffentliche und private Ausgaben für das Gesundheitswesen sind
aber kein Garant für einen guten Gesundheitszustand der Bevölkerung.
Das beweist im Falle Österreichs etwa das Faktum, dass hier alle
Menschen im Durchschnitt 20 Jahres ihres Lebens in Krankheit
verbringen. EU-weit und so auch in Österreich gibt es jedoch
Verbesserungspotential.

In diesem Projekt steht die geordnete Darstellung der Ergebnisse des
Gesundheitssystems im Vordergrund: Wie gut wird verfrühte
Sterblichkeit verhindert? Wie gut sind chronisch Kranke versorgt? Wie
gut werden akute Verletzungen und Erkrankungen vermieden bzw.
behandelt? Wie zugänglich ist das Gesundheitssystem? Wie gut ist die
Gesundheitskompetenz? Wie steht es um die Patientensicherheit? Wie
zufrieden sind die Menschen mit dem Gesundheitswesen?
Diese Arbeit ist eine Erweiterung zu den bekannten Messungen die
prüfen, ob die Anzahl oder die regionale Verteilung der Ärztinnen und
Ärzte im niedergelassenen Bereich passt, ob die Zahl der
Spitalsbetten zu hoch oder zu niedrig ist, oder ob ausreichend
sonstige medizinische Einrichtungen vorhanden sind.

Die im Zahlenbericht der Sozialversicherung präsentierten
Studiendaten ermöglichen EU-weit, aber auch österreichinterne
Vergleiche. Aus den Daten ist ersichtlich, dass Österreich sehr gut
beim Zugang zum Gesundheitswesen abschneidet. Schlecht schneidet
Österreich hingegen bei der Zahl gesunder Lebensjahre, bei der
Gesundheitskompetenz der Bevölkerung und bei den Durchimpfungsraten
ab. Aktuell können einige Fragen noch nicht ausreichend beantwortet
werden, da zum einen nicht für alle Bereiche entsprechende
Routinedaten vorliegen. Zum anderen ist die Vergleichbarkeit der
Indikatoren zwischen den einzelnen Regionen oder Ländern nicht immer
gegeben.

Die geordnete Darstellung der derzeitigen Ergebnisse des
Gesundheitssystems ist eine Grundlage für zielgerichtete
gesundheitspolitische Entscheidungen im Rahmen der Gesundheitsreform
festgelegte "ergebnisorientierte Zielsteuerung des
Gesundheitswesens".

Weitere Studien sind im Internet über www.hauptverband.at/EWG
publiziert und als Download erhältlich.

Die Sozialversicherung garantiert unabhängig von Alter, Einkommen,
sozialer Herkunft und Bildung hochwertige Gesundheitsversorgung und
eine sichere Pensionsvorsorge. Aktuell sind rund 8,5 Millionen
Menschen anspruchsberechtigt (Versicherte und mitversicherte
Angehörige). Der Behandlungsanspruch aus der Krankenversicherung wird
beim Mediziner durch das e-card-System angezeigt: Die e-card als
Schlüsselkarte enthält keine medizinischen Daten, ermöglicht dem/der
Arzt/Ärztin aber die Überprüfung des Versicherungsstatus eines
Patienten und die Nutzung weiterer Services. Der Hauptverband der
österreichischen Sozialversicherungsträger ist das organisatorische
Dach über der solidarischen Kranken-, Unfall- und
Pensionsversicherung Österreichs.

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | NHS

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