• 29.10.2015, 14:42:48
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Hochrangige VertreterInnen des Bundesministeriums für Gesundheit treffen EU Gesundheitskommissar zu bilateralen Gesprächen

EU Kommissar Andriukaitis begrüßt die Aktivitäten des Gesundheitsministeriums in Bezug auf die aktuelle Flüchtlingssituation

Utl.: EU Kommissar Andriukaitis begrüßt die Aktivitäten des
Gesundheitsministeriums in Bezug auf die aktuelle
Flüchtlingssituation =

Wien (OTS) - Im Rahmen seines heutigen Wienbesuchs ist der für
Gesundheit und Lebensmittelsicherheit zuständige EU-Kommissar Vytenis
Andriukaitis mit der für öffentliche Gesundheit zuständigen
Sektionsleiterin Doz.in Dr.in Pamela Rendi-Wagner und dem
Sektionsleiter für Recht und gesundheitlichen Verbraucherschutz Hon.
Prof. Dr. Gerhard Aigner zusammengetroffen. Im Zentrum der Gespräche
standen neben der europäischen Flüchtlingskrise die Umsetzung der
Tabakprodukte-Richtlinie, Arzneimittelpreise, Maßnahmen zur
Vorbeugung chronischer Krankheiten sowie die Bekämpfung von
Antibiotikaresistenzen. ****

Rendi-Wagner und Andriukaitis erörterten die aktuelle
Flüchtlingssituation, insbesondere im Hinblick auf die öffentliche
Gesundheit. Auch die ExpertInnen der Europäischen Kommission stellen
fest, dass trotz des vermehrten Aufkommens von Flüchtlingen, keine
erhöhte Seuchengefahr besteht. "Dennoch ist es unsere Aufgabe,
frühzeitig und bestmöglich auf alle Eventualitäten vorbereitet zu
sein. Je enger wir mit den anderen europäischen Ländern und auf
EU-Ebene - nicht nur in der aktuellen Flüchtlingssituation -
zusammenarbeiten, desto besser kann potentiellen
Gesundheitsgefährdungen vorgebeugt und die Bevölkerung geschützt
werden", erläutert Sektionsleiterin Rendi-Wagner.

EU-Kommissar Andriukaitis begrüßt die Aktivitäten des
österreichischen Gesundheitsministeriums und hat zugesagt, eine
verstärkte europäische Zusammenarbeit auch weiterhin zu unterstützen.
Zusätzlich zum Informationsaustausch wurde die Erstellung von EU-weit
abgestimmten Empfehlungen, wie zum Beispiel hinsichtlich Impfungen
von MigrantInnen und Flüchtlingen, angesprochen. Letzteres hat das
Bundesministerium für Gesundheit auch schon im Rahmen des letzten
EU-GesundheitsministerInnen-Treffens angeregt.

Die Preisbildung von Arzneimitteln sowie die EU-weite Sicherstellung
der Medikamentenversorgung, vor allem im Bereich von Impfstoffen,
waren weitere Themen des Gesprächs. Im Zusammenhang mit Maßnahmen
gegen das Rauchen zeigte Andriukaitis Verständnis für die
Übergangsfrist bis zum Inkrafttreten des absoluten Rauchverbots in
der Gastronomie, um damit ein verfassungsrechtliches Risiko wegen
getätigter Investitionen zu vermeiden. Aigner bestätigte seinerseits,
dass Österreich die Umsetzung der neuen Tabakprodukte-Richtlinie, die
unter anderem abschreckende Bilder auf jeder Zigarettenpackung
vorsieht, fristgerecht bis Mai 2016 vornehmen werde.

Abschließend wurde der Gesundheitskommissar über die aktuelle
Entwicklung von Antibiotikaresistenzen sowie über die Maßnahmen zu
deren Bekämpfung in Österreich informiert. Thematisiert wurden auch
der von der EU entwickelte Aktionsplan zur Abwehr der
Antibiotikaresistenz und die Ergebnisse der bisherigen Umsetzung.
(Schluss)

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