• 29.10.2015, 11:02:21
  • /
  • OTS0084 OTW0084

Keine Angst vor Allerheiligen

Katholische Jungschar fordert bewussteren Umgang mit Halloween-Kult

Utl.: Katholische Jungschar fordert bewussteren Umgang mit
Halloween-Kult =

Wien (OTS) - Das Leben kann manchmal ziemlich unheimlich sein,
geistern doch rund um den Feiertag Allerheiligen vor allem auch in
den Verkaufsregalen diverse Schreckensgestalten herum. "Viele Kinder
sind fasziniert vom Thema Tod und werden neugierig, wenn etwas
gruselig erscheint. Kinder verdienen aber eine ernsthafte
Auseinandersetzung mit dem Tod und dem Gedenken an Verstorbene, die
über ein lustiges Skelett-Kostüm oder Schokolade in Geisterform
hinausgeht. Wir bemühen uns in der Arbeit mit den Kindern, Fragen zu
beantworten und Orte zu erkunden. Besonders das Hochfest
Allerheiligen und der Gedenktag Allerseelen bieten viele
Anknüpfungspunkte, mit Kindern über Sterben, Tod und Erinnern
nachzudenken", erklärt Anneliese Schütz, Bundesvorsitzende der
Katholischen Jungschar, das Anliegen der Kinderorganisation.

Bereits 2009 hat die Katholische Jungschar mit ihrem Positionspapier
zum Thema Halloween klar gestellt, dass Kinder ein Recht auf ihren
Bedürfnissen und Wünschen angemessene Auseinandersetzung mit den
Themen Sterben und Tod haben. "Die Überlagerung des Hochfestes
Allerheiligen durch eine inhaltsleere Verbreitung des Brauchtums rund
um Halloween lehnen wir ab. Süßigkeiten und Streiche klingen zwar
verlockend, wir beobachten aber, dass Kinder hier nur als
Konsumentinnen und Konsumenten angesprochen werden. Es geht darum,
möglichst viel zu kaufen, aber nicht, Kindern ihre Fragen zum
Jenseits zu beantworten oder sich gemeinsam mit ihren Ängsten
gegenüber dem Unheimlichen im Leben zu beschäftigen", folgert
Anneliese Schütz.

Als katholische Kinderorganisation fordert die Jungschar von der
Amtskirche eine stärkere Gewichtung der Kinderpastoral in den
Gemeinden, wie zum Beispiel mehr Angebote für Kinder, vor allem
gerade rund um Allerheiligen und Allerseelen, sich altersgemäß mit
den Themen Gedenken, Sterben und Tod auseinandersetzen zu können.
Eltern sollten sich über ihre eigenen Berührungsängste hinaus mit den
Kindern über diese Themen unterhalten, den Friedhofsbesuch gemeinsam
gestalten, eine eigene Gedenkkultur entwickeln und in den familiären
Alltag einbauen. "Kinder haben einen ganz eigenen Zugang zu schweren
Themen, der in mancher Hinsicht auch ein lustvollerer ist, als ihn
Erwachsene haben. Wir müssen uns trauen, auch unbequeme Fragen zu
beantworten und neue Wege bei der Gestaltung von Ritualen zu suchen,
damit die Bedürfnisse von allen, auch die der Jüngsten,
berücksichtigt werden", so die Bundesvorsitzende Anneliese Schütz
abschließend.

Mehr aus dem Positionspapier der Katholischen Jungschar zum Thema
Halloween findet sich unter
www.jungschar.at/lobby/positionen/halloween

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | KJS

Bei Facebook teilen.
Bei X teilen.
Bei LinkedIn teilen.
Bei Xing teilen.
Bei Bluesky teilen

Stichworte

Channel