Flüchlingswelle:

Brandschutz in Notunterkünften

Graz (OTS) - Brand in eines Zeltlagers als Diskussionsauslöser -Sonderregelungen in Baugesetzen kontraproduktiv - Angst vor Massenpanik!

Der Vorbeugende Brandschutz stellt die Grundlage für die Sicherheit in Gebäuden dar. Werden die Vorgaben oder Anforderungen geändert, ändert sich auch das Sicherheitsgefüge.
Um die Sicherheit in Notunterkünften trotzdem gewährleisten zu können, müssen für die umfunktionierten Gebäude umgehend brauchbare Brandschutzmaßnahmen erstellt werden, erklärte vor Kurzem der Präsident des Brandschutzforums Austria, Univ.-Lektor OSR Dr. Otto Widetschek, in einem Referat vor Fachleuten. Dabei muss das Brandschutzkonzept individuell auf die vorhandene Unterbringung angepasst werden. Sonderregelungen, wie sie in den einzelnen Baugesetzen zur Vereinfachung von Massenunterbringungen vorgesehen sind, sind gefährlich und kontraproduktiv.

Brisante Fragen zur Sicherheit
Der Referent erklärte auch, dass sich in diesem Zusammenhang - und insbesondere nach dem Brand eines Zeltlagers in Slowenien - einige brisante Fragen im Zusammenhang mit Notunterkünften stellen:

  • Sind ausreichend Fluchtwege vorhanden?
  • Wie kann eine Räumung eines Bauwerkes eingeleitet werden?
  • Ist dies überhaupt möglich?
  • Stellen die sprachlichen Barrieren keine Hindernisse dar?
  • Wie ist der betriebliche Brandschutz organisiert?
  • Von wem werden die Maßnahmen organisiert?
  • Wer trägt hier die Gesamtverantwortung? etc.

Diese und andere Fragen müssen beantwortet werden, wenn man die elementare Sicherheit in Notunterkünften gewährleisten möchte. Denn die größte Gefahr ist dabei eine mögliche Massenpanik, welche hunderte Tote verursachen kann, wie auch vor Kurzem eine Pilgerfahrt nahe Mekka gezeigt hat.

Der richtige Ansprechpartner
Die Herausforderung zur Einhaltung eines Mindestsicherheitsniveaus in Gebäuden, die grundsätzlich nicht für die schnelle und unkontrollierte Unterbringung von vielen Personen vorgesehen sind, ist jedenfalls sehr groß. Zur Lösung dieser Fragen ist das Brandschutzforum Austria der richtige Ansprechpartner!

Rückfragen & Kontakt:

Kontakt:
Brandschutzforum Austria (BFA)
Präs. Dr. Otto Widetschek
e-mail: widetschek@blaulicht.at
Tel.: 0664 / 21 22 000
http://www.brandschutzausbildung.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | BFA0001