Krautwaschl und Küberl fordern besseres Flüchtlingsmanagement

Aktuelle Situation an steirischer Grenze "seit Wochen absehbar" - Mehr Quartiere, mehr Transporte

Graz (KAP) - Der Grazer Diözesanbischof Wilhelm Krautwaschl und der steirische Caritasdirektor Franz Küberl haben von den politisch Verantwortlichen ein besseres Flüchtlingsmanagement gefordert. In einer gemeinsamen Aussendung am Samstag appellierten sie die staatlichen Institutionen wie das Bundesministerium für Inneres und das Land Steiermark, "dass größere Anstrengungen als bisher unternommen werden müssen, um den aktuellen Zustrom von Flüchtlingen in die Steiermark ruhig, besonnen und vernünftig zu managen".

Die aktuelle Situation sei "seit Wochen absehbar", kritisierte Küberl. Trotz vieler Anstrengungen fehlten zur Zeit noch immer genügend Quartiere und auch die erforderlichen Transport-Kapazitäten entlang der aktuellen Transitroute von Spielfeld zur deutschen Grenze, wies der Caritasdirektor hin. Hier müsse schnell Abhilfe geschaffen werden. "Wenn Menschen hier bei uns bei Temperaturen um die null Grad im Freien übernachten müssten, wäre das eine Schande für unser Land."

Küberl äußerte auch Unverständnis über das "Kompetenz-Hick-Hack" zwischen Bund und Land und das gegenseitige Zuschieben von Verantwortung. Es müsse lösungsorientierter als bisher gehandelt werden, "das sind wir der einheimischen Bevölkerung genauso schuldig wie auch den Flüchtlingen".

Auch Bischof Krautwaschl, der derzeit im Grazer Bischofshaus eine siebenköpfige Flüchtlingsfamilie aus Syrien beherbergt, bat "gerade in dieser unübersichtlichen, überfordernden Situation" um "Mut" der Entscheidungsträger in Bund und Land.

((forts. mgl.)) RME
Copyright 2015, Kathpress (www.kathpress.at). Alle Rechte vorbehalten

Rückfragen & Kontakt:

Katholische Presseagentur Kathpress
CR Dr. Paul Wuthe
(01) 512 52 83

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | KAT0001