• 24.10.2015, 11:21:58
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  • OTS0019 OTW0019

Krautwaschl und Küberl fordern besseres Flüchtlingsmanagement

Aktuelle Situation an steirischer Grenze "seit Wochen absehbar" - Mehr Quartiere, mehr Transporte

Utl.: Aktuelle Situation an steirischer Grenze "seit Wochen
absehbar" - Mehr Quartiere, mehr Transporte =

Graz (KAP) - Der Grazer Diözesanbischof Wilhelm Krautwaschl und der
steirische Caritasdirektor Franz Küberl haben von den politisch
Verantwortlichen ein besseres Flüchtlingsmanagement gefordert. In
einer gemeinsamen Aussendung am Samstag appellierten sie die
staatlichen Institutionen wie das Bundesministerium für Inneres und
das Land Steiermark, "dass größere Anstrengungen als bisher
unternommen werden müssen, um den aktuellen Zustrom von Flüchtlingen
in die Steiermark ruhig, besonnen und vernünftig zu managen".

Die aktuelle Situation sei "seit Wochen absehbar", kritisierte
Küberl. Trotz vieler Anstrengungen fehlten zur Zeit noch immer
genügend Quartiere und auch die erforderlichen Transport-Kapazitäten
entlang der aktuellen Transitroute von Spielfeld zur deutschen
Grenze, wies der Caritasdirektor hin. Hier müsse schnell Abhilfe
geschaffen werden. "Wenn Menschen hier bei uns bei Temperaturen um
die null Grad im Freien übernachten müssten, wäre das eine Schande
für unser Land."

Küberl äußerte auch Unverständnis über das "Kompetenz-Hick-Hack"
zwischen Bund und Land und das gegenseitige Zuschieben von
Verantwortung. Es müsse lösungsorientierter als bisher gehandelt
werden, "das sind wir der einheimischen Bevölkerung genauso schuldig
wie auch den Flüchtlingen".

Auch Bischof Krautwaschl, der derzeit im Grazer Bischofshaus eine
siebenköpfige Flüchtlingsfamilie aus Syrien beherbergt, bat "gerade
in dieser unübersichtlichen, überfordernden Situation" um "Mut" der
Entscheidungsträger in Bund und Land.

((forts. mgl.)) RME
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