- 22.10.2015, 15:53:44
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AK Wien Vollversammlung (3) – Eltern sollen von Beiträgen zur Ganztagsschule entlastet werden
Außerdem Anträge für E-Books in der Schulbuchaktion und für mehr Schuldemokratie
Utl.: Außerdem Anträge für E-Books in der Schulbuchaktion und für
mehr Schuldemokratie =
Wien (OTS) - Die Vollversammlung der Arbeiterkammer Wien will ein
wesentliche Verbesserung für Eltern, deren Kinder in eine echte,
verschränkte Ganztagsschule gehen: In der Zeit der
Anwesenheitspflicht zwischen 8:00 und ca. 16:00 Uhr sollen keine
Elternbeiträge mehr bezahlt werden müssen, fordert die
Vollversammlung in einem Antrag. Denn die Ganztagsschule trage
wesentlich zu mehr Chancengerechtigkeit bei und müsse für alle
Familien leistbar sein.
Noch, heißt es in der Begründung des Antrags, müssen Eltern für
ihre Kinder in der echten, verschränkten Ganztagsschule pro Monat bis
zu 200 Euro (inklusive Mittagessen) zahlen, und nur wenige Eltern
bekommen Ermäßigung. Das will die AK Wien Vollversammlung ändern. Die
verschränkte Ganztagsschule (in der Unterricht, Üben, Sport und
Freizeit über den ganzen Tag verteilt sind), ist sozial gerechter,
reduziert die Nachhilfekosten für Eltern und muss für Kinder aus
sozial benachteiligten Familien offen sein.
Ebenfalls mehr Chancengerechtigkeit soll die verstärkte
Einbeziehung von E-Books in die Schulbuchaktion bringen. In einem
weiteren Antrag fordert die Vollversammlung, dass auch E-Books und
digitale Lehrunterlagen kommerzieller Verlage über die
Schulbuchaktion für die Eltern gratis sein sollen. Außerdem soll die
Anschaffung von kostenlosen lizenzfreien Unterrichtsmaterialien und
deren Entwicklung gefördert werden.
Zur Weiterentwicklung der Schuldemokratie fordert die
Vollversammlung, dass auch SchülerInnen in der Mittelstufe ihre
SchulsprecherInnen direkt wählen können sollen. Außerdem sollen die
Mitbestimmungsrechte der SchülerInnen auf die Gestaltung der
Schulräumlichkeiten und des Freizeitangebots ausgeweitet werden. Und
auf Landes- und Bundesebene sollen gesetzlich SchülerInnenparlamente
eingerichtet werden. Derzeit gibt es sie nur ohne gesetzliche
Grundlage.
Überdies bekräftigt die Vollversammlung einen früheren Beschluss
zur Schulreform: In den laufenden Verhandlungen darüber müssen
soziale Gerechtigkeit und bundesweite Durchlässigkeit des
Bildungssystems das Ziel sein. Die Aufgaben-, Ausgaben- und
Finanzierungsverantwortung gehöre zum Bund. Eine Verneunfachung der
Schulverwaltung bedeute dagegen mehr Bürokratie, mehr Kosten und
einen Abbau demokratischer Einrichtungen.
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