• 22.10.2015, 12:34:37
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Brunner/Willi: Verkehr und Autos ungelöstes Problem in Österreichs Klimabilanz

Grüne starten ihre Klima-Sünder-Tour – Weckruf an die Bundesregierung

Utl.: Grüne starten ihre Klima-Sünder-Tour – Weckruf an die
Bundesregierung =

Wien (OTS) - Knapp sechs Wochen vor der Weltklimakonferenz in Paris
starten die Grünen ihre Klima-Sünder-Tour. "Das Zustandekommen eines
Weltklimavertrages kann gelingen. Aber nur dann, wenn die einzelnen
Länder bereits im Vorfeld Signale für ambitionierten Klimaschutz
aussenden", meint die Umweltsprecherin der Grünen, Christiane
Brunner. "Das österreichische Signal ist leider katastrophal. Wie
die EU-Umweltagentur festgestellt hat, wird Österreich seine äußerst
schwachen Klimaschutzziele bis zum Jahr 2020 weit verfehlen.
Zusätzlich kürzt die Bundesregierung alle
Klimaschutzförderinstrument, wie die thermische Sanierung, den Klima-
und Energiefonds und die Umweltförderungen im Inland. Das ist nicht
nur eine Blamage für Österreich sondern auch unverantwortlich."

Daher wollen die Grünen mit ihrer Klima-Sünder-Tour nicht nur die
größten Klimasünder Österreichs vor den Vorhang stellen, sondern
versuchen damit auch die Bundesregierung wachzurütteln damit sie
endlich eine Kurskorrektur vornimmt. Brunner: "Wir sind die letzte
Generation, die den Klimawandel noch bremsen kann. Daher erwarten wir
uns von der gesamten Bundesregierung, die Realität anzuerkennen und
die Verantwortung wahrzunehmen."

"Dass die Klimasünder-Tour der Grünen heute mit einer Protestaktion
vor dem Sitz des "Arbeitskreises der Automobilimporteure", der
Autolobby in der Industriellenvereinigung, startet, hat gute Gründe",
betont der Verkehrssprecher der Grünen, Georg Willi. "Der Verkehr ist
das ungelöste Problem in Österreichs Klimabilanz, die
Treibhausgas-Emissionen sind seit 1990 um 60 Prozent gestiegen. Von
E-Mobilität bis zu den Öffis und zum Radfahren wird nicht zufällig
gebremst: Der Arbeitskreis und sein Netzwerk lobbyieren auf allen
Ebenen von Wien bis Brüssel und nicht selten mit Verharmlosungen und
halben Wahrheiten für die Anliegen der Autoindustrie."

Auch dass sich die Abweichungen zwischen dem laut Typenschein
angeblichen und dem realen CO2-Ausstoß seit 2000 mehr als
vervierfacht haben, ist kein Zufall. Willi: "Weil die Autolobby bei
Verkehrsminister Stöger, Umweltminister Rupprechter und
Konsumentenschutzminister Hundstorfer allzu offene Türen vorfindet,
arbeitet die Bundesregierung eigentlich im Sinn der Autolobby. Kein
Wunder, dass die Regierung dann mit ihrer Klimastrategie alle
eingegangenen Verpflichtungen verfehlt. Österreich ist bei den
Treibhausgasen der Schmutzfink Europas."

"Wir Grüne fordern von der Autolobby, die penetrante Schönfärberei
endlich einzustellen: Die Verbrauchs- und Abgaswerte sind
unzeitgemäß, die Zahlen müssen dem entsprechen, was angegeben wird.
Die Autolobby muss die Verharmlosung des VW-Abgas-Betrugsskandals
beenden und aktiv an der Aufklärung mitwirken. Die irreführende, als
Info-Magazin getarnte Werbung im öffentlich-rechtlichen Rundfunk a la
'Autofocus' muss beendet werden."

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