- 22.10.2015, 11:27:53
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Rotkreuz-Hilfe in Nepal: Sechs Monate nach dem Beben
Wien (OTS/Rotes Kreuz) - Wien/Kathmandu (Rotes Kreuz) - Am 25. April
ereignete sich in der nepalesischen Provinz Gandaki ein Erdbeben der
Stärke 7,8. 2,8 Millionen Menschen waren auf Nothilfe angewiesen. Es
wurden Lebensmittel, Trinkwasser und Hygienesets für rund 360.000
Menschen verteilt. Außerdem wurden 88.000 Menschen medizinisch
versorgt. Ein weiterer Schwerpunkt der Rotkreuz-Nothilfe war die
Errichtung von Notunterkünften für Menschen, die durch das Beben ihre
Häuser verloren haben. Ende August wurde die Nothilfephase
abgeschlossen. Um die 8.000 Freiwilligen des nepalesischen Roten
Kreuzes zu unterstützen, wurden insgesamt elf internationale
Hilfsteams der Rotkreuz- und Rothalbmondbewegung mit mehr als 300
Delegierten nach Nepal entsendet. Darunter auch Max Santner, Leiter
der Internationalen Hilfe des Österreichischen Roten Kreuzes, der
seit Anfang Oktober für die Föderation des Roten Kreuzes und Roten
Halbmondes als Delegationsleiter den gesamten Wiederaufbau in Nepal
leitet.
Gemeinsam mit dem Nepalesischen und dem Schweizerischen Roten Kreuz
hat das Österreichische Rote Kreuz mit dem Aufbauprogramm in Nepal
begonnen. Die Bevölkerung wird auf den Wintereinbruch vorbereitet,
die Häuser und die Infrastruktur wiederaufgebaut. "Es geht jetzt
nicht nur darum, die Häuser wieder aufzubauen, sondern sie sicherer
zu bauen und Risiken für den Fall eines Erdbebens zu reduzieren",
erklärt Gerald Schöpfer, Präsident des Österreichischen Roten
Kreuzes. Dafür schulen Teams des Roten Kreuzes auch Handwerker in den
Erbebengebieten darin, Häuser sicherer zu bauen.
Dem Erdbeben am 25. April folgte ein zweites am 12. Mai. Beide
Erdbeben forderten mehr als 8.800 Menschenleben. Mehr als 600.000
Häuser, 4.000 Schulen und 985 Gesundheitseinrichtungen wurden
zerstört. Derzeit leben 2,33 Millionen Menschen nicht in ihren
ursprünglichen Häusern.
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