Preisträger des Austrian Patient Safety Award 2015

Wien (OTS) - Im Rahmen der Tagung "E-Health - Chancen und Risiken für PatientInnen- und MitarbeiterInnensicherheit" wurden die Preisträger des 2. Austrian Patient Safety Award 2015 präsentiert. Der Preis wird von der Plattform für Patientensicherheit im Zweijahresrhythmus vergeben. Dr.in Maria Kletecka-Pulker vom Institut für Ethik und Recht in der Medizin der Universität Wien und Geschäftsführerin der Plattform Patientensicherheit zeigt sich von Qualität und Quantität der Einreichungen gleichermaßen begeistert.

Preisträger Kategorie Simulationen

"Aufbau eines Trainingszentrums für simulationsbasiertes Crisis Resource Management Training in der Medizin", Prim. Dr. Helmut Trimmel, MSc, Landesklinikum Wiener Neustadt. Seit 2009 werden am Landeklinikum Hochegg simulationsbasierte CRM-Teamtrainings (Crisis Resource Management Trainings) durchgeführt. Dabei werden vor allem Führungskompetenz, Teamarbeit und Kommunikation in akutmedizinischen Stresssituationen trainiert.

"Fokus Geburtshilfe: Interdisziplinäres Teamtraining zur Versorgung von Müttern und Kindern während geburtshilflicher Notfallsituationen", Ass.-Prof. Priv.-Doz. Dr. Bernhard Rössler, MIH, Univ-Prof.in Dr.in Dagmar Bancher-Todesca, Medizinische Universität Wien. Im Rahmen von In-sito-Trainings direkt im Kreissaal werden interprofessionelle Teams gemeinsam auf Stresssituationen bei problematischen Geburten vorbereitet. Dabei werden Wissen und Fertigkeiten vermittelt und das richtige Verhalten wird geprobt.

Preisträger Kategorie Hygiene

"Vermeidung postoperativer Wundinfektionen bei Sectio caesarea (Kaiserschnitt)", OA Priv.-Doz. Dr. Benjamin Dieplinger, Konventhospital der Barmherzigen Brüder Linz. Mit einem evidenzbasierten Maßnahmenbündel ist es gelungen, die Wundinfektionsrate von 1,36 Prozent im Jahr 2013 auf 0,28 Prozent im laufenden Jahr zu senken.

"Multiresistente Krankheitserreger - Herausforderung angenommen", Prim. Dr. Gerald Pichler, MSc, und DGKP Christian Pux, Albert Schweitzer Klinik, Geriatrische Gesundheitszentren Graz. Durch eine Optimierung des Hygienemanagements konnten 68 Prozent der auftretenden MRSA-Keime antibiotikafrei dekontaminiert werden.

Preisträger Kategorie CIRS

"Risikomanagementsysteme/CIRS: Neue Wege in der CIRS Meldungsbearbeitung", DIin Daniela Waltritsch und Volker Hübl, MSc, Kardinal Schwarzenberg’sches Krankenhaus, Schwarzach. Durch die Schulung und Installation von 40 gut ausgebildeten RisikomanagerInnen in allen Abteilungen konnte die Fehlerkultur massiv verbessert und die Anzahl der CIRS-Meldungen signifikant gesteigert werden.

Anerkennungspreis

"Pharmazeutisch/medizinischer Medikationscheck bei der ProblempatientIn mit Polymedikation in der Ordination", Dr.in Martina Wölfl und Mag.a Martina Anditsch. ApothekerIn und ÄrztIn überprüfen gemeinsam die Medikation multimorbider PatientInnen. Damit ist es gelungen, die Medikation zu optimieren und um durchschnittlich 2,7 Medikamente pro PatientIn zu reduzieren.

Rückfragen & Kontakt:

Dr.in Maria Kletečka-Pulker
maria.kletecka@univie.ac.at
Mobil: 0664/6027722202

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NEF0005