• 17.10.2015, 12:04:36
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ASFINAG: Zweiröhrig ausgebauter A 9 Bosrucktunnel feierlich eröffnet

Beim Sicherheitsausbau der Pyhrnachse geht es Schlag auf Schlag

Utl.: Beim Sicherheitsausbau der Pyhrnachse geht es Schlag auf
Schlag =

Linz/Graz (OTS) - Meilenstein für eine durchgehend verkehrssicher
ausgebaute Pyhrnstrecke: Ab 19. Oktober steht den täglich 18.000
Lenkerinnen und Lenkern zwischen Oberösterreich und der Steiermark
der Bosrucktunnel zweiröhrig ausgebaut, also ohne Gegenverkehr und
mit modernsten Sicherheits-Standards zur Verfügung. Bereits heute,
Samstag 17. Oktober wurde das Bauwerk offiziell und feierlich durch
höchste Vertreter von Bund, Ländern und ASFINAG eröffnet. 280
Millionen Euro hat die ASFINAG in den Vollausbau des 5,5 Kilometer
langen Tunnels investiert.

"Mein Ziel ist es, die österreichischen Autobahnen zu den sichersten
Europas zu machen. Dabei sind wir auf einem sehr guten Weg, auch weil
wir konsequent ein Hauptaugenmerk auf mehr Sicherheit im Tunnel
legen. Die Freigabe des vollausgebauten Bosrucktunnels ist dabei ein
Meilenstein und gleichzeitig ein großer Modernisierungsschub für die
Infrastruktur. Den Verkehrsteilnehmern und der Wirtschaft steht jetzt
eine leistungsfähige und zeitgemäß ausgebaute Straßenverbindung
zwischen Oberösterreich und der Steiermark zur Verfügung", sagte
Verkehrsminister Alois Stöger bei dem Festakt. Dieser fand im Beisein
von Reinhold Entholzer, Landeshauptmann-Stellvertreter
Oberösterreich, sowie Landesrat Johann Seitinger,
Lebensressort-Verantwortlicher Steiermark, und dem
oberösterreichischem Landtagsabgeordnetem Christian Dörfel statt.

"Mit dem Ende des Gegenverkehrs im Bosrucktunnel ist der
Sicherheitsausbau der wichtigen Pyhrnachse wieder um ein großes
Stück voran geschritten. Und auch in den kommenden Jahren steht die A
9 unvermindert im Zentrum unserer Anstrengungen für mehr
Tunnelsicherheit", betonte ASFINAG Vorstand Alois Schedl.
"Bei der Sicherheit machen wir weder in baulicher noch in
finanzieller Hinsicht Kompromisse. Ganze 1,5 Milliarden Euro fließen
in den kommenden Jahren noch österreichweit in bestens ausgebaute
Tunnelanlagen. Als ASFINAG bringen wir diese Mittel aus eigener Kraft
und ohne Zuschüsse der öffentlichen Hand auf", so ASFINAG Vorstand
Klaus Schierhackl.

Top-Sicherheit: Von der Tunnelwand bis zum Frühwarnsystem AKUT

Das Projekt war aus technischer Sicht eine Herausforderung, wie
Alexander Walcher, Geschäftsführer der ASFINAG Bau Management GmbH
unterstrich: "Aufgrund der speziellen geologischen Bedingungen
mussten wir neben der Fahrbahn auch die Zwischendecke und die
Tunnel-Außenschale tiefgreifend erneuen."

Der Bosrucktunnel verfügt jetzt über die europaweit modernste
Sicherheits-Ausstattung für Tunnelanlagen. Die ASFINAG-Standards sind
reflektierende Tunnelwandbeschichtung, Bordstein-Reflektoren und
brandbeständige Hochleistungs-Lüfter. Darüber hinaus ist die Anlage
mit dem akustischen Frühwarnsystem AKUT ausgestattet. Dieses erkennt
durch Spezialmikrofone sofort ungewöhnliche Geräusche im Tunnel, wie
etwa einen Aufprall oder eine Vollbremsung - damit können
Einsatzkräfte noch schneller alarmiert werden.

Architektonische Neugestaltung der Tunnel-Portale

Die Gestaltung des gesamten Einfahrtsbereiches setzt auf Eleganz und
Leichtigkeit, die symbolhaft für die nunmehr "barrierefreie"
Verbindung der beiden Bundesländer steht. Die anspruchsvolle
Ausführung der Tunnelportale und der Betriebsgebäude ist markant und
so auch im Vorbeifahren gut wahrzunehmen.

Bis 2019 ist die gesamte Pyhrnautobahn voll ausgebaut

Weiter nördlich auf der oberösterreichischen A 9 sind bei Klaus bis
Ende 2018 vier weitere Tunnels voll ausgebaut. Auch der steirische
Gleinalmtunnel erhält eine zweite Röhre, bis 2019 wird auch dieser
Tunnel im Richtungsverkehr befahrbar sein.

Daten & Fakten Bosrucktunnel
• Gesamtinvestition: 280 Millionen Euro, davon 200 Millionen für den
Neubau
• Länge Gesamtbaulos: ca. 7 Kilometer
• Tunnellänge: 5,4 Kilometer

Sicherheitstechnik je Röhre:
• 5 Abstellnischen sowie 11 Querschläge (Fluchtwege) zwischen den
Röhren, davon sechs begehbare und fünf mit Einsatzfahrzeugen
befahrbare
• 43 Notruf- und 48 Feuerlöschnischen
• Rund 60 "Tunnelohren" zur akustischen Überwachung, 800 Leuchten und
über 300 Kilometer Kabel verlegt
• Modernste Kameraüberwachung (65 Stück) und Tunnelfunkanlage

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