- 17.10.2015, 09:46:35
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FSG NÖ: Lebensnotwendige Infrastruktur im Waldviertel wird weiter abgebaut
Gesundheit, Kinderbetreuung und Schulen von diesem Kahlschlag betroffen
Utl.: Gesundheit, Kinderbetreuung und Schulen von diesem Kahlschlag
betroffen =
Wien (OTS) - Vor zwei Tagen veranstalteten AKNÖ und ÖGB NÖ die
Enquete "Grenzerfahrung Waldviertel" und die Vielzahl an
Problemstellungen, denen das Waldviertel ausgeliefert ist, zeigt,
dass eine ganze Region in Niederösterreich systematisch ausgetrocknet
wird. Dabei geht es nicht mehr nur noch um zukunftsweisende
Investitionen, wie z.B. den Ausbau von Breitbandinternet, sondern es
geht um lebensnotwendige ja überlebensnotwendige Infrastruktur für
die Menschen Vorort.
Für Christian Farthofer Landesgeschäftsführer der FSG NÖ, der selbst
im Waldviertel aufgewachsen ist und dort auch lebt, ist die Grenze
des Zumutbaren überschritten worden. "Die Demonstration von über 1500
Menschen in Waidhofen/Thaya beweist mir, dass es so nicht mehr weiter
gehen kann. Wir Waldviertlerinnen und Waldviertler sind nicht mehr
bereit, weitere Verschlechterungen unserer Lebensumstände in Kauf zu
nehmen.", zeigt sich Fahrthofer verärgert.
Die Argumente und Gegenargumente für einen Ausbau von lebenswichtiger
Infrastruktur erinnern immer mehr an die Henne/Ei Diskussion. Ohne
Menschen keine Infrastruktur, ohne Infrastruktur keine Menschen. Es
braucht also einen politischen Plan für die Entwicklung des
Waldviertels.
Aber nicht nur im Gesundheitswesen wird auf dem Rücken der Menschen
gespart, sondern auch im Bereich Kinderbetreuung und Bildung. Im
gesamten Bezirk Zwettl gibt es keine Krippenplätze für die Betreuung
von Kinder unter 2,5 Jahren und von einer flächendeckenden
ganztägigen Kinderbetreuung können die Menschen nur träumen. Dass es
im gesamten Waldviertel nur eine HTL gibt und man damit auch dem
Wirtschaftsstandort massiv schadet, rundet ein insgesamt desaströses
Bild ab. Farthofer dazu: "220.000 Menschen im Waldviertel verdienen
Perspektiven. Familien wollen Beruf und Familie miteinander
vereinbaren können und unsere Jugend verdient eine Ausbildung mit der
man am Arbeitsmarkt Chancen hat. Ich fordere die Landesregierung auf,
endlich umzudenken und einen ganzheitlichen Masterplan für das
Waldviertel zu entwickeln."
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