Die Ethik selbstfahrender Autos: Das Problem des "Mit-Fahrens" und das Problem der anderen Autos

Vortrag von Prof. Dr. Mark Coeckelbergh

Wien (OTS) - Sollten wir völlig automatisierte, intelligent selbstfahrende Autos ohne menschliche Fahrer entwickeln und verwenden? Können solche Autos jemals sicher sein? Können sie ethisch sein? Stellen solche Autos eine Bedrohung von Menschen dar oder ist das Weglassen von Menschen als Fahrer die Lösung? Dieser Vortrag diskutiert die Ethiken von selbstfahrenden Autos in Hinblick auf das Szenario von menschlichen/nicht-menschlichen "Gemeinsam-Fahrens": was bedeutet dies für die Fahrerfahrung und welche Probleme könnten entstehen? Zunächst werden im Vortrag Probleme hinsichtlich Aufmerksamkeit, Ablenkung und Verantwortung bei hybriden oder abwechselnd menschlichem/nicht-menschlichem Fahrens besprochen.

Dann wird die moralisch-soziale Erfahrung des Menschen durch die Fokussierung auf das Autofahren als eine soziale Praxis näher beleuchtet. Hier wird z.B. das Problem der "anderen Autos" diskutiert: wenn ein Auto wahrgenommen wird, dann könnte es eine Unsicherheit geben hinsichtlich seines Zustandes, ob menschlicher oder nicht-menschlicher Fahrer, das zu Schwierigkeiten bezüglich sozialer Erwartungen führen kann. Und falls es klar wird, dass es ein selbstfahrendes Auto ist: seine "Einstellungen" und "Absichten" könnten unklar sein.

Ein weiteres Problem könnte hinsichtlich der kulturellen Unterschiede entstehen: wenn Fahrverhalten in Gesellschaften und Kulturen verschieden ist, wie kann das beim Design solcher autonomer Systeme berücksichtigt werden?

VORTRAG: Prof. Dr. Mark Coeckelbergh, Centre for Computing and Social
Responsibility De Montfort University, Leicester, UK


TITEL: Die Ethik selbstfahrender Autos: Das Problem des
„Mit-Fahrens“ und das Problem der anderen Autos

Der Vortrag wird auf Englisch gehalten

Datum: 21.10.2015, 18:30 - 19:30 Uhr

Ort:
Österreichisches Forschungsinstitut für Artificial
Intelligence
Freyung 6/6, 1010 Wien

Url: http://www.ofai.at/events/2015/Aussendung-20151013-2.text

Rückfragen & Kontakt:

Österreichisches Forschungsinstitut für Artificial Intelligence (OFAI)
Univ.-Prof. Dr. Robert Trappl
+43 1 5336112-17
robert.trappl@ofai.at

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