• 12.10.2015, 14:17:44
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Gedenkfeier zum 100. Geburtstag des Widerstandskämpfers Carl Szokoll

Fischer: „Symbolfigur für Courage, Patriotismus und das Wiedererstehen eines freien Österreichs“

Utl.: Fischer: „Symbolfigur für Courage, Patriotismus und das
Wiedererstehen eines freien Österreichs“ =

Wien (OTS) - Am Montag, den 12. Oktober, würdigten Bundespräsident
Heinz Fischer und Verteidigungsminister Gerald Klug den
Widerstandskämpfer Carl Szokoll. Er wehrte sich gegen die Ideologie
des NS-Regimes und war in Österreich in das Hitler-Attentat
"Operation Walküre" eingeweiht. Im April 1945 stellte er im Rahmen
der Operation "Radetzky" die Verbindung zu den sowjetischen Kräften
her, um eine kampflose Übergabe der Stadt Wien zu erreichen.

Bundespräsident Heinz Fischer betont in seiner Rede: "Die Gedenkfeier
soll die Wertschätzung der Republik Österreich für einen Menschen zum
Ausdruck bringen, der als Symbolfigur für Courage, Patriotismus und
das Wiedererstehen eines freien Österreichs verstanden werden möge."

Das Bundesministerium für Landesverteidigung und Sport (BMLVS) ehrte
den am 24. August 2004 verstorbenen Carl Szokoll für sein Engagement
gegen Hitler-Deutschland und setzte damit ein weiteres Zeichen gegen
den Nationalsozialismus. Am ersten Todestag Szokolls benannte das
Ministerium deshalb den Innenhof des Amtsgebäudes Roßau nach ihm.
Eine Gedenktafel sowie eine Skulptur erinnern an die Geschichte des
Widerstandskämpfers im Zweiten Weltkrieg.

Verteidigungsminister Gerald Klug: "Dieses Andenken ehrt Carl Szokoll
als einen Menschen, der mit Mut und Tapferkeit für seine
Überzeugungen gekämpft hat, der uns gezeigt hat, dass Unrecht nicht
einfach hingenommen werden darf und der damit zu einem bedeutenden
Vorbild für unsere Gesellschaft geworden ist."

Das BMLVS setzt immer wieder Zeichen gegen den Nationalsozialismus.
So wurde etwa an der Heeresunteroffiziersakademie in Enns das
Bernardis-Denkmal errichtet. Der österreichische Widerstandskämpfer
und Offizier im Generalstab der Deutschen Wehrmacht war in das
Hitler-Attentat am 20. Juli 1944 involviert. Die Wiener
Heckenast-Burian-Kaserne wurde nach den Widerstandskämpfern
Oberstleutnant Franz Heckenast und Hauptmann Karl Burian umbenannt.
Die Offiziere mussten im Kampf gegen das NS-Regime ihr Leben lassen.
Auch die Krypta am Heldenplatz steht im Gedenken der beiden
Weltkriege und der Opfer des Nationalsozialismus. Sie wurde nach den
neuesten Erkenntnissen umgestaltet.

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