• 10.10.2015, 10:00:01
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Heinisch-Hosek zum Weltmädchentag: „Ihr könnt alles!“

Wien (OTS) - Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek richtet zum
morgigen Weltmädchentag den Fokus auf immer noch bestehende
Geschlechterstereotypen in Ausbildung und Beruf: "Mädchen haben
beispielsweise ein geringeres Selbstvertrauen in ihre mathematischen
Fähigkeiten - unabhängig von ihren Leistungen. Diese fixen
Rollenbilder gilt es aufzubrechen. Es ist wichtig, dass Mädchen von
klein an vermittelt bekommen: Lasst euch nicht einschränken. Ihr
könnt alles werden, was ihr werden möchtet!"

Auch, wenn Frauen mehr als die Hälfte der Bevölkerung ausmachen: In
technischen Ausbildungszweigen stellen sie immer noch eine Minderheit
dar. So machen Mädchen nur 25 Prozent der SchülerInnen in
technisch-gewerblichen Schulen aus, aber 97 Prozent in Modeschulen.
Die meisten Mädchen wählen die Lehrberufe Frisörin, Verkäuferin oder
Sekretärin - ein Trend, der sich bei Studierenden fortsetzt: Nur 24
Prozent der Frauen schließen derzeit ein technisches Studium ab.
Initiativen wie die Informationsplattform des BMBF "meine Technik"
sowie Maßnahmen im Bereich der PädagogInnenbildung wirken diesem
Umstand entgegen.

Das im Frühjahr gestartete Projekt www.meinte-technik.at bündelt
zielgruppengerecht, ansprechend und übersichtlich Informationen und
Angebote für Mädchen und Frauen, die sich für technische oder
naturwissenschaftliche Berufe interessieren. Denn in Österreich gibt
es bereits ausgezeichnete Maßnahmen, Projekte und Fördermöglichkeiten
für Mädchen und Frauen, die speziell auf die Überwindung von
Barrieren beim Zugang zu naturwissenschaftlichen oder technischen
Ausbildungen und Berufen abzielen. Rund 270 Projekte vereint die
Plattform bisher, es kommen regelmäßig neue hinzu.

In der neuen PädagogInnenbildung sowie in bei den
Weiterbildungsangeboten ist der Auf- und Ausbau von Genderkompetenz
ein zentraler Teil. Zukünftige und bereits praktizierende LehrerInnen
werden verstärkt dafür sensibilisiert, das eigene Verhalten im
Unterricht zu hinterfragen. Dafür hat das BMBF an der pädagogischen
Hochschule Salzburg eine Gender-Professur geschaffen.

"Morgen ist nicht nur Weltmädchentag, es ist auch equal pay day in
Österreich. Frauen verdienen im Durchschnitt um 22,4% weniger als
Männer. Über 365 Tage gerechnet würde das bedeuten, dass Frauen ab
morgen bis zum Jahresende kein Gehalt mehr bekommen. Daran wird
ersichtlich, dass sich Geschlechterstereotype nicht nur auf die
Bildungs- und Berufswahl, sondern in weiterer Folge vor allem auf
Verdienstaussichten und Karrierechancen junger Frauen auswirken. So
erhalten Friseurlehrlinge bereits im ersten Lehrjahr rund 165 Euro
weniger als KFZ-MechanikerInnen, im vierten Jahr ist es fast die
Hälfte weniger. Hier muss sich etwas ändern - und die Veränderung
muss ganz am Anfang, im Kindes- und Schulalter beginnen. Mädchen
können alles", so die Bildungs- und Frauenministerin abschließend.

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | MUK

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