Heinisch-Hosek zum Weltmädchentag: „Ihr könnt alles!“

Wien (OTS) - Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek richtet zum morgigen Weltmädchentag den Fokus auf immer noch bestehende Geschlechterstereotypen in Ausbildung und Beruf: "Mädchen haben beispielsweise ein geringeres Selbstvertrauen in ihre mathematischen Fähigkeiten - unabhängig von ihren Leistungen. Diese fixen Rollenbilder gilt es aufzubrechen. Es ist wichtig, dass Mädchen von klein an vermittelt bekommen: Lasst euch nicht einschränken. Ihr könnt alles werden, was ihr werden möchtet!"

Auch, wenn Frauen mehr als die Hälfte der Bevölkerung ausmachen: In technischen Ausbildungszweigen stellen sie immer noch eine Minderheit dar. So machen Mädchen nur 25 Prozent der SchülerInnen in technisch-gewerblichen Schulen aus, aber 97 Prozent in Modeschulen. Die meisten Mädchen wählen die Lehrberufe Frisörin, Verkäuferin oder Sekretärin - ein Trend, der sich bei Studierenden fortsetzt: Nur 24 Prozent der Frauen schließen derzeit ein technisches Studium ab. Initiativen wie die Informationsplattform des BMBF "meine Technik" sowie Maßnahmen im Bereich der PädagogInnenbildung wirken diesem Umstand entgegen.

Das im Frühjahr gestartete Projekt www.meinte-technik.at bündelt zielgruppengerecht, ansprechend und übersichtlich Informationen und Angebote für Mädchen und Frauen, die sich für technische oder naturwissenschaftliche Berufe interessieren. Denn in Österreich gibt es bereits ausgezeichnete Maßnahmen, Projekte und Fördermöglichkeiten für Mädchen und Frauen, die speziell auf die Überwindung von Barrieren beim Zugang zu naturwissenschaftlichen oder technischen Ausbildungen und Berufen abzielen. Rund 270 Projekte vereint die Plattform bisher, es kommen regelmäßig neue hinzu.

In der neuen PädagogInnenbildung sowie in bei den Weiterbildungsangeboten ist der Auf- und Ausbau von Genderkompetenz ein zentraler Teil. Zukünftige und bereits praktizierende LehrerInnen werden verstärkt dafür sensibilisiert, das eigene Verhalten im Unterricht zu hinterfragen. Dafür hat das BMBF an der pädagogischen Hochschule Salzburg eine Gender-Professur geschaffen.

"Morgen ist nicht nur Weltmädchentag, es ist auch equal pay day in Österreich. Frauen verdienen im Durchschnitt um 22,4% weniger als Männer. Über 365 Tage gerechnet würde das bedeuten, dass Frauen ab morgen bis zum Jahresende kein Gehalt mehr bekommen. Daran wird ersichtlich, dass sich Geschlechterstereotype nicht nur auf die Bildungs- und Berufswahl, sondern in weiterer Folge vor allem auf Verdienstaussichten und Karrierechancen junger Frauen auswirken. So erhalten Friseurlehrlinge bereits im ersten Lehrjahr rund 165 Euro weniger als KFZ-MechanikerInnen, im vierten Jahr ist es fast die Hälfte weniger. Hier muss sich etwas ändern - und die Veränderung muss ganz am Anfang, im Kindes- und Schulalter beginnen. Mädchen können alles", so die Bildungs- und Frauenministerin abschließend.

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