• 09.10.2015, 10:10:53
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Frühe Hilfen werden in Oberösterreich ausgebaut

Unterstützung für Schwangere und junge Familien in belastenden Situationen wird gut angenommen

Utl.: Unterstützung für Schwangere und junge Familien in belastenden
Situationen wird gut angenommen =

Wien (OTS) - Seit Frühjahr 2014 steht im Großraum Linz im Rahmen
eines Modellprojekts ein Frühe Hilfen-Angebot zur Verfügung. Aufgrund
der positiven Erfahrungen wird die Kooperation zwischen den
Abteilungen Gesundheit, Soziales und Kinder- und Jugendhilfe des
Landes OÖ und der Gebietskrankenkasse fortgesetzt und weitere
Frühe-Hilfen-Netzwerke in Oberösterreich aufgebaut. Insgesamt konnten
im Rahmen des Modellprojekts 89 Familien betreut und unterstützt
werden. Ab November 2015 wird unter dem Namen "Gut begleitet von
Anfang an" auch in den Bezirken bzw. Regionen Kirchdorf,
Steyr/Steyr-Land, Vöcklabruck und Wels/Wels-Land Unterstützung von
Familien in belastenden Lebenssituationen durch Frühe Hilfen
angeboten. In Linz und den angrenzenden Umlandgemeinden wird das
Angebot weiter gefestigt und verstärkt. Es wird damit gerechnet, dass
in den genannten Regionen zwischen 390 und 550 Familien pro Jahr
Unterstützungsbedarf haben.

Was sind "Frühe Hilfen"?

Bei "Frühe Hilfen" handelt es sich um ein Maßnahmenpaket, das darauf
abzielt, gesundheitliche Belastungen von Familien und Kindern
frühzeitig zu erkennen und rechtzeitig gegenzusteuern. Im Mittelpunkt
stehen Familienbegleiter/innen, die als konkrete Ansprechpersonen für
die Familien da sind. Als freiwilliges Angebot helfen sie den
Betroffenen, geeignete soziale und gesundheitsbezogene Angebote zu
finden und in Anspruch zu nehmen. Die Familienbegleiter/innen
arbeiten in sogenannten "Frühe-Hilfen-Netzwerken", die sich um eine
optimale Vernetzung und Weiterentwicklung dieser Angebote bemühen.
Dieses Netzwerk besteht aus unterschiedlichsten Einrichtungen des
Gesundheit- und Sozialwesen und der Kinder- und Jugendhilfe (z.B.
Krankenanstalten, Krabbelstuben, Schuldnerberatung,
Eltern-Kind-Zentren, Mutterberatungszentren, praktische Ärzte oder
Fachärzte), die einerseits als Zuweiser/innen zu den "Frühen Hilfen"
agieren, andererseits mit ihren Leistungen auch als
Kooperationspartner/innen zur Verfügung stehen. Um Frühe Hilfen
möglichst niederschwellig zu gestalten, gehen die
Familienbegleiter/innen aktiv auf belastete Familien zu -
idealerweise bereits während der Schwangerschaft - und stellen so
sicher, dass die Angebote frühzeitig jene erreichen, die sie
benötigen.

Das Projekt "Frühe Hilfen" geht auf eine Initiative des
Bundesministeriums für Gesundheit (BMG) zurück. Gesundheitsministerin
Sabine Oberhauser zum Nutzen von Frühen Hilfen: "Präventionsmaßnahmen
in der frühen Kindheit sind besonders effizient. Sie wirken sich
langfristig positiv auf die Gesundheit aus und sind ein wirksamer
Beitrag zur gesundheitlichen Chancengerechtigkeit, zur
Armutsbekämpfung und zur Senkung späterer gesundheitlicher Risiken.
Auch der ökonomische Nutzen ist nachweislich bei Maßnahmen in der
frühen Kindheit am größten."

Im Rahmen der Umsetzung der Rahmen-Gesundheitsziele und der Kinder-
und Jugendgesundheitsstrategie treibt das BMG in Kooperation mit den
Ländern und den Sozialversicherungsträgern den Ausbau von Frühen
Hilfen in Österreich zügig voran. Insgesamt sollen bereits Mitte 2016
in rund 45 Prozent aller österreichischen Bezirke
Frühe-Hilfen-Netzwerke zur Verfügung stehen.

Zur Unterstützung der regionalen Umsetzung der Maßnahmen hat das
Gesundheitsministerium an der Gesundheit Österreich ein Nationales
Zentrum Frühe Hilfen eingerichtet. Zu seinen Aufgaben gehören die
bundesweite Vernetzung aller Partner/innen, die Sicherstellung hoher
Qualität in der Umsetzung sowie der Wissenstransfer. Weiters führt es
Schulungen und eine überregionale Evaluation durch und sorgt für ein
einheitliches Dokumentationssystem. "Indem das Gesundheitsministerium
zentrale Aufgaben wie Schulungen, Dokumentation und Evaluation
übernimmt, bleibt in den einzelnen Netzwerken mehr Geld für die
Arbeit mit den Familien", betont Ministerin Oberhauser. "Damit sorgen
wir für einen effizienten Mitteleinsatz und eine einheitliche und
qualitätsgesicherte Umsetzung in ganz Österreich", hält Oberhauser
abschließend fest.

Im Oktober finden in Oberösterreich mehrere regionale
Auftaktveranstaltungen für die künftigen Netzwerkpartner/innen statt.
Die MedienvertreterInnen sind herzlich eingeladen
• 12. Oktober 2015, Steyr
• 22. Oktober 2015, Linz
• 28. Oktober 2015, Wels
• 29. Oktober 2015, Vöcklabruck

Umfassende Informationen sind auf der Website www.fruehehilfen.at zu
finden.

Die Finanzierung des Ausbaus der Frühen Hilfen erfolgt unter anderem
aus den Vorsorgemitteln der Bundesgesundheitsagentur. Bis Frühjahr
2017 werden rund 5 Mio. Euro dafür aufgewendet.

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | BMG

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