Ungleichbehandlung psychisch Erkrankter

Finanzielle Benachteiligung seit vielen Jahren!

Wien/Österreich (OTS) - Es ist eine unbestrittene und unbestreitbare Tatsache, dass psychische Erkrankungen im Steigen begriffen sind. Die WHO stellt fest, dass 2020 die Depression die am meisten gestellte Diagnose sein wird. Trotzdem kämpfen wir als Vereinigung Österreichischer Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten (VÖPP) seit vielen Jahren um eine Sicherstellung umfassender Versorgung für diese Betroffenen.

Zum Einen gibt es keinen Gesamtvertrag, der bedeuten würde, dass jeder bzw. jede Betroffene Zugang zu einer psychotherapeutischen Behandlung hätte - wie dies bei körperlichen Erkrankungen selbstverständlich der Fall ist. Es gibt je nach Bundesland unterschiedliche Kontingente an Psychotherapiestunden, die den Betroffenen von den Krankenkassen zur Verfügung gestellt werden, leider nicht in genügendem Umfang.

Zum Anderen können PatientInnen in privater psychotherapeutischer Behandlung um einen Kostenzuschuss ansuchen, der allerdings seit 1991 völlig gleich geblieben ist! Während PatientInnen, die wegen körperlicher Beschwerden einen Wahlarzt aufsuchen, selbstverständlich 80% des Kassentarifs retourniert erhalten, müssen sich PsychotherapiepatientInnen, besonders die bei den Gebietskrankenkassen versichert sind, mit 40% des Kassentarifs zufrieden geben. Und dies, obwohl die Zahl der psychisch Erkrankten stetig steigt und bereits die österreichische Wirtschaftsleistung um 3,6% verringert. Eine löbliche Ausnahme stellt die BVA dar, die nahezu 80% des Kassentarifs als Kostenzuschuss refundiert.

Dr. Jutta Fiegl, Präsidentin des VÖPP

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