JG-Scheiblauer zur Flüchtlingsfrage: „Helfen statt hetzen!“

Junge Generation Niederösterreich fordert eine faire Verteilung der Kriegsflüchtlinge auf alle EU-Länder

St. Pölten (OTS) - Menschen, die Krieg miterleben und ihr Hab und Gut zurücklassen mussten, großteils jahrelang bereits in Flüchtlingslagern der Nachbarländer zugebracht haben, kommen nach Europa und suchen hier Schutz und Hilfe. "Sie kommen nicht, um uns etwas von unserem verdienten Geld weg zu nehmen, schon gar nicht infiltrieren sie uns, um eine islamische Revolution in Europa zu vollziehen. Diese Menschen sind desillusioniert, schwach, hungrig und haben Sehnsucht nach Frieden. Sie flüchten in Länder, in denen Sirenen, nur noch am Sonntagmittag heulen, um uns zu sagen es ist Zeit zu essen!", so Albert Scheiblauer, Landesvorsitzender der Jungen Generation NÖ.

Die Flüchtlinge haben zu Hause genauso gelebt wie wir - Haus/Wohnung, Auto, TV, Schulen, Kindergärten, Einkaufszentren, Schlendern in der Fußgängerzone,… - bis radikale politische Kräfte mit Gewalt Einfluss nahmen auf das Leben bis dahin glücklicher Familien. Bomben fielen, Drohungen wurden ausgesprochen, wenn man sich weigern würde, für eine bestimmte militärische Gruppe zu kämpfen, Folterungen folgten, an einen normalen Alltag war nicht mehr zu denken. Scheiblauer: "Diese Menschen hatten ein Leben wie wir, sie waren GeschäftsinhaberInnen, Studierende, LehrerInnen, … - von einem Tag auf den anderen hatten sie nichts mehr, außer einen Rucksack mit dem Nötigsten und ein paar Erinnerungen. Von jetzt auf gleich mussten sie mit ihren Liebsten vor dem Tod flüchten! Liebe NiederösterreicherInnen - das könnten WIR sein!"

Europa müsse nun endlich aktiv werden, fordert die Junge Generation NÖ die rasche Installierung der Hot-Spots an den Außengrenzen und die Akkordierung einer Flüchtlingsquote für alle EU-Staaten mit einheitlichen Unterkunftsstandards und einheitlichen, nach Kaufkraft abgestuften, finanziellen Leistungen. Außerdem die finanzielle Unterstützung der großen Flüchtlingslager in der näheren Umgebung Syriens, Iraks und Afghanistans, um den Menschen dort Verpflegung, medizinische Versorgung und menschenwürdige Unterkünfte zu ermöglichen.

"Auch die Junge Generation Niederösterreich stellt viele HelferInnen in der Betreuung von Flüchtlingen in Österreich - von der kleinen Einheit einer Familie in der Privatunterkunft bis zu Hilfeleistungen am Westbahnhof oder dem Organisieren eines unbeschwerten Tages für Flüchtlingskinder in Traiskirchen. Ich möchte mich für diesen Einsatz bei allen ÖsterreicherInnen herzlich bedanken und darf aus eigener Erfahrung sagen, ein Gespräch mit diesen Menschen, die sich -bewundernswerter Weise - trotz aller Kriegswirren ihre Herzlichkeit behalten haben, schlägt alle Vorurteile in die Flucht und verlangt danach noch mehr Hilfestellung zu geben", so Scheiblauer abschließend.

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JG Niederösterreich, Anton Feilinger, Tel: 02742/2255-150, www.jgnoe.at

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