• 06.10.2015, 12:56:10
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Grüne Währing/Nossek: Währinger ÖVP offensichtlich sehr nervös

Der seltsame Versuch, die über ein Jahr liegen gelassenen Unterschriften als Wahlkampfmunition zu missbrauchen, ist ein Rohrkrepierer.

Utl.: Der seltsame Versuch, die über ein Jahr liegen gelassenen
Unterschriften als Wahlkampfmunition zu missbrauchen, ist ein
Rohrkrepierer. =

Wien (OTS) - "Zuerst einmal freut es mich, dass Bezirksvorsteher
Homole mit über einem Jahr Verspätung nun spät aber doch die Zeit
gefunden hat, sich mit den Unterschriften der BürgerInnen zu
befassen," reagiert Silvia Nossek, Grüne Bezirksvorsteherkandidatin
für Währing, auf die jüngsten Vorwürfe der ÖVP. "Auch wenn dafür
offenbar eine bevorstehende Wahl notwendig ist. Das sagt viel über
Herrn Homoles Amtsverständnis."

Im September 2014 haben die Grünen Währing im Amtshaus 1237
Unterschriften für eine differenzierte Parkpickerlbefragung
übergeben. Der ÖVP-Vorwurf, ein Drittel davon sei falsch, geht dabei
völlig ins Leere. "Wir haben natürlich keine einzige Unterschrift
manipuliert," stellt Marcel Kneuer, Klubobmann der Währinger Grünen,
klar. "Freilich haben wir auch nicht für jede Unterschrift einen
Ausweis verlangt. Und selbstverständlich finden wir, dass bei solchen
Aktionen auch die Stimmen von Geschäftsleuten, in Währing lebenden
Jugendlichen und anderen Nicht-Wahlberechtigten, die im Bezirk
wohnen, zählen. Im Übrigen konnten die UnterzeichnerInnen
deklarieren, ob sie als Bewohnerinnen betroffen sind. Und dass über 1
1/2 Jahre nach dem Laufen der Unterschriftenaktion vielleicht die
eine oder der andere UnterzeichnerIn nicht mehr in Währing wohnt, ist
auch nicht weiter überraschend."

Angesichts der Aufregung stellt sich für die Grünen außerdem die
Frage, wie eigentlich die angeblich über 3000 Unterschriften der ÖVP
Währing für das AnrainerInnenparken zustande gekommen sind. "Wir
gehen nicht davon aus, dass die teilweise nur mit Initialen
unterzeichnenden UnterstützerInnen der ÖVP-Online-Petition eine
Reisepasskopie durchfaxen mussten", so Kneuer.

Silvia Nossek kann sich den jüngsten Anwurf jedenfalls nur mit der
Nervosität der ÖVP kurz vor der Wahl erklären. "In Währing besteht
nach 25 Jahren Homole erstmals die Chance auf eine grüne
Bezirksvorsteherin.", so Nossek, "Dass Herr Homole und die ÖVP sich
in ihrer Nervosität jetzt eines Stiles bedienen, den wir eher von der
FPÖ gewohnt sind, zeigt einmal mehr, wie wichtig der Wechsel in
Währing ist."

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