Psychische Erkrankungen: Psychotherapie wird nur gering refundiert!

Wien (OTS) - Nach einem Bericht der OECD sind die psychischen Erkrankungen in den letzten Jahren enorm gestiegen. Dies belegen Krankenstände und die steigende Zahl der Invaliditätspensionen aus psychischen Gründen. Dieser Umstand bedeutet eine hohe ökonomische Belastung für die Wirtschaft. Die OECD weist in diesem Zusammenhang darauf hin, wie wichtig die Enttabuisierung der psychischen Erkrankungen sei, damit Betroffene ermutigt werden, frühzeitig professionelle Hilfe aufzusuchen. Die Vereinigung Österreichischer Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten (VÖPP) weist seit Jahren auf dieses Problem hin. Enttabuisierung hat - auch durch die Hilfe der Medien und der Krankenkassen - zu einem Teil bereits stattgefunden. Das Problem liegt jedoch in der Finanzierung der psychotherapeutischen Behandlung. Leider kam es nie zu einem Gesamtvertrag mit den Krankenversicherungsträgern, sondern in den Bundesländern wird die Kostenübernahme sehr unterschiedlich geregelt - es stehen nicht genügend Krankenkassenplätze für psychisch Leidende zur Verfügung. Ein wichtiger präventiver Schritt wäre auch, ein bis zwei Stunden zur psychotherapeutischen Diagnostik in die Gesundenuntersuchung einzubauen. Dies würde ermöglichen, Risiken frühzeitig zu erfassen, Verschlimmerungen und Chronifizierungen zu vermeiden.

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