- 02.10.2015, 10:33:46
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VP-Hueter: Doppelstruktur Bildungskoordinator einsparen
Schülerzahlen in landwirtschaftlichen Fachschulen erneut gestiegen. Würschl-Kritik belegt Doppelbödigkeit. Bildungskoordinator ist reformbedürftig
Utl.: Schülerzahlen in landwirtschaftlichen Fachschulen erneut
gestiegen. Würschl-Kritik belegt Doppelbödigkeit.
Bildungskoordinator ist reformbedürftig =
Klagenfurt (OTS) - Gestern endete die Anmeldefrist in den
landwirtschaftlichen Fachschulen Kärntens. Erneut ist ein Anstieg auf
nunmehr 1.294 Schülerinnen und Schülern zu verzeichnen. "Der
Handlungsbedarf, der von der Doppelstruktur "Bildungskoordinator"
immer wieder beschworen wird, besteht ganz offensichtlich wo anders",
sagt heute VP-Clubobmann Ferdinand Hueter. Denn einzig im
landwirtschaftlichen Schulwesen seien steigende Schülerzahlen zu
verzeichnen.
Bekanntlich kritisiert Bildungskoordinator Herbert Würschl von der
SPÖ die Landwirtschaftlichen Fachschulen, deren Lehreranzahl und
jüngst auch die Anzahl der Standorte.
"Die Doppelbödigkeit der SPÖ wird offensichtlich. Denn als die
landwirtschaftlichen Fachschulen Eberndorf und Hunnenbrunn
geschlossen wurden, stellte die SPÖ Anträge im Landtag dagegen und
wollte die Standorte unbedingt erhalten", weist Hueter hin.
Ein SPÖ-Antrag zur Erhaltung des Standortes Eberndorf stammt von 29.
April 2010. "In diesem Antrag bezeichnet die SPÖ die LFS Eberndorf
als Bildungseinrichtung von größter bildungspolitischer und
wirtschaftlicher Bedeutung", zitiert Hueter den Antrag. Zusätzlich
habe die SPÖ Veranstaltungen in Eberndorf zur Erhaltung der Schule
abgehalten, Presseaussendungen von 18. Juni 2010 belegen den Einsatz
für den Standort von Peter Kaiser damals.
Auch im Jahr 2006, als die landwirtschaftliche Fachschule Hunnenbrunn
mit Althofen zusammengelegt wurde, hat die SPÖ am 22. Juni 2006 gegen
diese Zusammenlegung gestimmt.
"Es ist also offensichtlich, dass der Bildungskoordinator sehr
unbedacht ablenken will", so Hueter.
Faktum sei, dass mit den bisherigen Zusammenlegungen und der
anstehenden Schließung der Fachschule Drauhofen in Oberkärnten in
Summe jedes Jahr 1,8 Mio. Euro eingespart werden.
"Auch die Kritik Würschls an der Anzahl der Lehrer geht ins Leere und
beweist Unkenntnis oder bewusste Falschinformation", sagt Hueter.
Denn die Lehrer der landwirtschaftlichen Fachschulen fallen in die
Zuständigkeit des Bildungsreferenten und der Stellenplan werde jedes
Jahr durch den Bildungsreferenten festgelegt und genehmigt. Außerdem
hat die SPÖ im Landtag diesen Stellenplänen zugestimmt. Die Lehrer
müssen laut Hueter auch den Internatsdienst erfüllen, weil die
Fachschulen als Ganztagsschulen geführt werden.
"Die aufgeblähte Verwaltung, wie sie Würschl kritisiert, heißt für
das landwirtschaftliche Schulwesen 3 Sekretärinnen in der
Landwirtschaftsabteilung, ein Landesschulinspektor und eine
Fachinspektorin, die unterrichtet. Das alles entspricht den
gesetzlichen Vorgaben", betont Hueter. Offensichtlich wolle Würschl
als Bildungskoordinator die 3 Posten in der Bildungsabteilung neu
schaffen.
"Mein Vorschlag wäre, diese Doppelstruktur, die mit dem
Bildungskoordinator geschaffen wurde, einzusparen", fordert Hueter.
Weiters solle Würschl endlich sein Konzept zur Einsparung der
Bezirksschulräte vorlegen. (Schluss)
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