• 01.10.2015, 16:22:08
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Politik braucht Fakten und Wissenschaft Wettbewerb

Wien (OTS) - "Dass jetzt ein neuer Mitbewerber am Markt ist, ist
grundsätzlich zu begrüßen", sagt IHS-Direktor Sigurd Höllinger zur
Neugründung eines wirtschaftspolitischen Instituts durch seinen
Vorgänger Christian Keuschnigg.

Höllinger: "Politik braucht Fakten, um gestalten zu können, je mehr
Fakten, desto höher die Qualität. Mich wundert nur, dass Christian
Keuschnigg wider besseren Wissens immer wieder die angebliche
"Unterfinanzierung" anzuführen glauben muss. Die Finanzierung des IHS
ist gesichert. Es hat in den letzten fünf Jahren seinen Jahresumsatz
leicht erhöhen können aufgrund von Mehreinnahmen in der Angewandten
Ökonomie. Die Nachfrage nach Studien vom IHS ist also gestiegen".

Das Gerücht von der angeblichen "Unterfinanzierung" hat Ende 2014 dem
ehemaligen Direktor des IHS, Christian Keuschnigg als Vorwand
gedient, um sich aus dem Institut nach internen Querelen
zurückzuziehen.
Ein Organisationswandel hätte schon damals stattfinden müssen. Als
Höllinger angetreten Anfang 2015 angetreten ist, war es auf eine
veränderte Forschungslandschaft nicht ausreichend vorbereitet; auch
der Mietvertrag im alten Gebäude in Mariahilf stand kurz vor dem
Auslaufen. "Das erste Halbjahr 2015 war ein wahrer Kraftakt, dies
neben dem laufenden Betrieb zu bewerkstelligen, ist den exzellenten
Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zu verdanken", sagt Höllinger.

In den kommenden Monaten beginnt der Organisationswandel am IHS. Aus
disziplinären, starren Abteilungen werden flexible Forschungsgruppen
mit klaren Schwerpunkten. Das Gewicht der Ökonomie bleibt dabei
unverändert. Der neue Direktor wird international ausgeschrieben.
IHS-Chef Sigurd Höllinger beschließt seine Reformtätigkeit Anfang
2016.

"Ich bin neugierig, wie Keuschniggs zweiter Anlauf als Leiter eines
wirtschaftswissenschaftlichen Instituts in Österreich verlaufen
wird".

"Der künftige Direktor am IHS wird jedenfalls ein neu ausgerichtetes
ambitioniertes Institut vorfinden, das mit hohem wissenschaftlichen
Anspruch wirtschaftliche, gesellschaftliche und politische Themen
behandelt und so beiträgt, die öffentliche Debatte mehr faktenbasiert
zu machen", sagt Höllinger.

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | IHS

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