- 01.10.2015, 12:50:09
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ÖGB: Gemeinsame Lösungen finden, Diskussion statt Blockade
Wertschöpfungsabgabe – Lohnnebenkosten-Senkung ohne Sozialabbau
Utl.: Wertschöpfungsabgabe – Lohnnebenkosten-Senkung ohne
Sozialabbau =
Wien (OTS) - Die Konjunkturlage ist äußerst kritisch, die
Arbeitslosigkeit steigt. "Jetzt ist es an der Zeit, gemeinsam
Lösungen zu finden, und nicht mit Polemik an die Öffentlichkeit zu
gehen", sagt Bernhard Achitz, Leitender Sekretär des ÖGB, anlässlich
der heutigen Aussagen von IV-Generalsekretär Christoph Neumayer.++++
Der Faktor Arbeit ist in Österreich sehr hoch belastet. Der von der
IV geforderten Senkung der Lohnnebenkosten kann Achitz daher durchaus
etwas abgewinnen. "Die schrittweise Umstellung in Richtung
Wertschöpfungsabgabe würde den Faktor Arbeit entlasten, ohne das
Sozialsystem zu gefährden", so Achitz. Davon würden arbeitsintensive
Branchen besonders profitieren.
Zwt.: OECD empfiehlt Entlastung von Arbeit, Belastung von Vermögen
Nach der vom ÖGB durchgesetzten Lohnsteuer-Entlastung, die im Jänner
in Kraft tritt, werden auch weitere Schritte zur Entlastung des
Faktors Arbeit notwendig sein. "Sowohl die OECD als auch die
Europäische Kommission haben Österreich empfohlen, vermögensbezogene
Steuern zu erhöhen. Das würde uns den Spielraum für eine
sozialverträgliche Senkung der Lohnnebenkosten geben. Wir haben ein
gemeinsames Ziel, jetzt sollten wir über einen vernünftigen Weg
sachlich diskutieren", sagt Achitz. In fast allen Ländern wird
Vermögen höher besteuert als in Österreich.
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