MARIO DALPRA zeigt aktuelle Werke auf der VIENNAFAIR

Weitere aktuelle Ausstellungen in der Galerie Gans (bis 17.10.2015) und im Antikhof Figl (bis 24.10.2015)

Wien (OTS) - Mario Dalpra zählt zu den international bekanntesten heimischen Künstlern mit unzähligen, erfolgreichen Ausstellungen in Europa, den USA, Lateinamerika, Australien und Asien. Seit den 1980er-Jahren hat der in Feldkirch geborene Skulpturist, Maler, Zeichner, Musiker, Film- und Performancekünstler ein vielschichtiges Werk geschaffen, das in seiner Ausdruckskraft und Bildsprache eine unverwechselbare, einzigartige Handschrift trägt. Bei der internationalen Kunstmesse VIENNAFAIR von 8. bis 11. Oktober 2015, Messeplatz in der Halle A, Stand 110, zeigt der in Wien und Indien lebende, kosmopolitische Künstler in Kooperation mit der Galerie Gans aktuelle Bronze- und Aluminiumskulpturen sowie zwei Bilder aus seiner Serie "Faces" aus den Jahren 2014 und 2015.

Dalpras sogenannte Hochglanzbronzen und bemalte Aluminiumskulpturen spiegeln Inspirationen von fernöstlichen Reisen und längeren Aufenthalten in Australien, Indonesien und Indien wider. Der Betrachter bzw. die Betrachterin fühlt sich in eine andere Ethnie, eine andere Welt versetzt: Wie plastische Wesen "from outer space" nehmen die Skulpturen den Raum um sich ein. Mario Dalpras aktuelles künstlerisches Schaffen - ein Querschnitt wird bei der VIENNAFAIR von der Galerie Gans präsentiert - ist primär auf die Skulptur ausgerichtet: meist hochpolierte koloristische Bronzen im stylischen Finish - hybride Mischwesen. Seine Arbeiten zeugen nicht nur von der intensiven kreativen Auseinandersetzung mit oftmals weiblichen Formen und intensiven, poppigen Farben wie Pink, Orange und Giftgrün, sondern auch von hochqualitativem Handwerk. Seine dreidimensionalen Arbeiten werden in Indonesien in Bronze gegossen, lackiert und poliert.

Farbenlust und Formenreichtum

Im Rahmen der VIENNAFAIR inszeniert Mario Dalpra mit seinen Skulpturen erneut Situationen, die die Betrachterin bzw. den Betrachter oft an seine Grenzen führen. Fasziniert von der Farbenlust und dem Formenreichtum des Gestaltens löst sich Dalpra vom "westlichen" Kunstvokabular. Seine Arbeiten sprengen jeglichen herkömmlichen Kontext. Die bewusste Kontextvermeidung ist eine seiner künstlerischen Strategien, seine Kunst ist ein Laboratorium, in dem fast alles denkbar ist. Bewegung ist in den plastischen Arbeiten Mario Dalpras ein wichtiges Motiv. Die Skulpturen selbst stehen auf einem eigens angefertigten, rollbaren Podest - ein weiteres Charakteristikum seiner Arbeit ist die "Leichtigkeit des Schaffens". "Durch das Podest wird das Kunstobjekt flexibel im Raum platzierbar. Ein Kunstobjekt sollte keine Belastung sein. Es soll Freude bringen und den Raum ästhetisch formen", so Dalpra.

"Kunst wirft Fragen auf und beantwortet sie nicht."

Dalpras Arbeiten verweigern sich einer stromlinienförmigen Einordnung in den Kunstmarkt und verweigern eindeutige Aussagen. "Kunst wirft Fragen auf und beantwortet sie nicht", so der Künstler. Gerne jongliert er mit Begriffen wie "unmodern" und "nicht kompatibel". Der Titel gibt oft einen Hinweis, der jedoch wieder in die Irre führt bzw. nur eine Ebene der Arbeit berührt. Viele seiner Werke sind Parodien auf den modernen Kunstmarkt, dem er kritisch gegenübersteht. Dalpra spricht sich für eine grundlegende Umstrukturierung eines primär auf Profilierung, ökonomischen Gewinn und eines auf kurzfristiges Erfolgsdenken ausgerichteten Kunstsystems aus.

Wer nun Obszönes, Perverses, Skandalträchtiges oder Leidvolles in seiner Kunstsprache als Antwort auf seinen Bruch mit herkömmlichen Konventionen des Kunstbereichs erwartet, wird enttäuscht, denn "gute Kunst muss nicht aus dem Leid entstehen", so Dalpra. Komplex und vielschichtig sind seine Arbeiten, seine Fantasiewesen, wie Hieroglyphenerzählungen, voller Erzähllust, voller unerwarteter Wendungen und Überraschungen. Dalpras Figuren sind kaum greifbar, sie wollen wahrgenommen werden wie lebendige Wesen, verstehbar, aber nicht im Einzelnen entzifferbar. Ob übergroße Kinderspielfiguren aus Märchenerzählungen oder Comic-Bildserien, postmoderne Geschöpfe, biomorphe Figuren aus fantastischen Science-Fiction-Filmen oder Aliens - alles ist möglich. Das verbindende Element aller Figuren ist dabei der subtile Humor, die Ironie und der Zynismus, die sich erst auf den zweiten Blick eröffnen und mithilfe derer er Kritik an Gesellschaft und Kunstbetrieb ausübt.

Mario Dalpras "Faces"

Die Fülle des Lebens, des Realen, Fantastischen, Undenkbaren und Traumhaften begegnet dem Betrachter auch in seiner Malerei. "Faces", eine Werkreihe, aus der zwei Bilder auf der VIENNAFAIR präsentiert werden, entstand im Jahr 2010 und setzt sich bis heute fort. Sie zeigt charakteristische Mario-Dalpra-Gesichter, die im Sinne klassischer oder auch gegenwärtiger Film-, Foto- und Comic-Heroen und Heroinen-Vorstellungen alles andere als "ideal" sind. Weder akademische Proportionsregeln noch Spuren von Bewegung sind in den Gesichtern erkennbar. Werktitel oder auch Textfragmente in Zeichnungen und Bildern Mario Dalpras sind kaum einmal streng wortwörtlich zu nehmen, sie liefern eher Hinweise auf Möglichkeiten der Deutung. Mario Dalpra erzählt uns keine fertigen Geschichten, sondern bringt menschliche Innenwelten in ihrer stetigen Auseinandersetzung mit Außenwelten oder auch anderen Innenwelten visuell zur Sprache. Auf den Bildern sind monochrome Farbflecke zu sehen, die von oben, unten oder von den Seiten in das Bild hineinfließen. Zeichnung und Malerei sind bei Mario Dalpra nicht voneinander zu trennen, Farbe und Strich werden gleichwertig zur Erzeugung aller Schattierungen von Intensität eingesetzt. Dalpras Symbolik, seine menschlichen, tierischen, vegetabilen oder skriptoralen Zeichensetzungen lassen uns in eine fantastische, skurrile, lebendige Welt des Künstlers eintauchen.

Ausstellungen in der Galerie Gans, Kirchberggasse 4, 1070 Wien bis 17.Oktober 2015 sowie im Antikhof Figl, Hauptstraße 7, 3451 Plankenberg bis 24. Oktober 2015.

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