Wasserskandal im Weinviertel: Grüne NÖ wollen Zahlen, Daten, Fakten von VP-Pernkopf

Klubchefin Krismer: Behörde soll die BürgerInnen nicht für dumm verkaufen!

St. Pölten (OTS) - Der Rechnungshof macht es deutlich: Trotz 6,78 Millionen teurer Maßnahmen sind die Nitratwerte des Grundwassers im Weinviertel bedrohlich gestiegen - und nicht, wie geplant, gesunken. Untersucht wurden die Jahre 2009 bis 2013.
"Wenn das Land Niederösterreich nun behauptet, dass seit dem Jahr 2014 die Nitratwerte sinken, ist das ein schwacher Versuch, vom eigenen Versagen abzulenken. Die Behörde soll die BürgerInnen nicht für dumm verkaufen!", so Klubobfrau und Umweltsprecherin im NÖ Landtag Helga Krismer.
Fakt ist: Die Konzentration von Nitrat im Grundwasser hängt auch mit Niederschlägen und anderen Faktoren zusammen. Eine momentane geringere Konzentration hat keine Aussagekraft. "Messungen über Jahre an qualifizierten Standorten sehr wohl. Das hat der Rechnungshof aufgezeigt - über vier Jahre hinweg", weiß die Grüne.
Krismer lässt sich vom Land NÖ aber gerne eines Besseren belehren:
"Das Amt der NÖ Landesregierung kann die Pestizide im Trinkwasser inklusive Metaboliten an die BürgerInnen senden - aus den letzten 6 Jahren."
Eigentlich erwarten sich die Grünen seit Bekanntwerden des Rechnungshofberichtes eine Reaktion vom VP-"Wasser-Landesrat" Pernkopf. "Pernkopf ist für Wasser, Boden und Luft zuständig ist, gleichzeitig aber auch für Raumordnung und Landwirtschaft. Die Interessen beider Interessensgruppen - BürgerInnen und Bauern - zu vertreten, fällt ihm offenbar schwer und daher schweigt er lieber", mutmaßt die Grüne Klubchefin Helga Krismer.
Für die Grüne ist es unfassbar, dass es Gemeinden im Marchfeld gibt, die kein Trinkwasser aus der Leitung beziehen können, "während sonst in Niederösterreich, Trinkwasser das Klo hinunter gespült wird". Krismer fordert ein Umdenken: "Mit TTIP und anderen Marktänderungen wird der Druck auf die Landwirtschaft immer höher, mit noch mehr Dünge- und Pestizideinsatz den gleichen Ertrag aus kaputten Böden zu erzielen. Es wird Zeit, unser Wasser auch gesetzlich vor Gift zu schützen!"

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