- 01.10.2015, 10:17:07
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Neue PädagogInnenbildung geht an den Start
Wien (OTS) - Mit diesem Herbst starten alle Pädagogischen Hochschulen
mit den neuen Lehramtsstudien in der Primarstufe. Die Standorte sind
darauf bestens vorbereitet.
In der Sekundarstufe Allgemeinbildung und Berufsbildung findet die
Umstellung auf die neue PädagogInnenbildung an allen Standorten bis
zum Studienjahr 2016/17 statt. Die Sekundarstufenausbildung wird
künftig in vier Verbundregionen angeboten, in denen jeweils
Pädagogische Hochschulen und Universitäten kooperieren, um das
Studium gemeinsam anzubieten. In allen vier Verbundregionen wird
daher intensiv an guten Kooperationen zwischen den
Bildungseinrichtungen gearbeitet.
Vorreiterin ist der Entwicklungsverbund Süd-Ost, der nicht nur in der
Primarstufe, sondern auch in der Sekundarstufe schon mit diesem
Studienjahr 2015/16 mit der neuen PädagogInnenbildung startet. Am
Freitag, 2. Oktober 2015, wird der erste diesbezügliche
Kooperationsvertrag zwischen den Institutionen des
Entwicklungsverbunds (Alpen-Adria-Universität Klagenfurt,
Karl-Franzens-Universität Graz, Kirchlichen Pädagogischen Hochschule
Graz, Stiftung private Pädagogische Hochschule Burgenland,
Pädagogische Hochschule Kärnten, Pädagogische Hochschule Steiermark,
Technische Universität Graz, Universität für Musik und darstellende
Kunst Graz) im Beisein von Bundesministerin Gabriele Heinisch-Hosek
unterschrieben.
"Ich freue mich, dass dieses wichtige Projekt nun in die letzte
Phase der Umsetzung geht. Die Umstellung der Studien ist ein
wichtiger Schritt und bringt noch mehr Qualität in die
Klassenzimmer", so Bundesministerin Gabriele Heinisch-Hosek. Die
Bundesministerin sieht in den Kooperationen auch eine Chance, für
alle beteiligten Institutionen Synergien zu schaffen und voneinander
zu lernen und zu profitieren. "Die Pädagogischen Hochschulen sind in
der LehrerInnenbildung unverzichtbar", so Heinisch-Hosek. Der
unmittelbare Kontakt mit den Schulen ist ein Alleinstellungsmerkmal
der Pädagogischen Hochschulen, wodurch ein reger Austausch zwischen
Forschung und Praxis, zwischen Ausbildung und Fortbildung, ermöglicht
wird. "Nur so ist es möglich, dass aktuelle Forschungsergebnisse
genauso wie Erfahrungen aus der Praxis laufend in die Aus- und
Weiterbildungsangebote einfließen können." Davon würden auch die
Universitäten profitieren, die wiederum in anderen Bereichen wie etwa
in den Fachwissenschaften ihre Stärken in die Kooperationen
einbringen. Von einer dadurch noch besseren Ausbildung profitieren
letztlich unsere künftigen Lehrerinnen und Lehrer.
Mit einer Studiendauer von acht Semestern bis zum Bachelor und der
Möglichkeit eines berufsbegleitenden Masterstudiums (zwei Semester
für die Primarstufe, drei Semester für die Sekundarstufe und vier
Semester für Spezialisierungen in der Sekundarstufe), bietet die neue
PädagogInnenbildung eine enge Verbindung von Wissenschaft und Praxis.
Vor allem bietet sie eine Vielzahl an professionsorientierten
Spezialisierungsmöglichkeiten durch unterschiedliche
Schwerpunktsetzungen. Dies ermöglicht eine hohe Flexibilität beim
Einsatz der Pädagoginnen und Pädagogen von morgen.
Ein Fokus der neuen Ausbildung liegt hier auf der Vermittlung von
inklusiven, interkulturellen sowie Gender-Kompetenzen. Inklusive
Pädagogik ist mit der neuen Ausbildung in allen Studien jedenfalls
als Schwerpunkt anzubieten und startet mit dem Studienjahr 2015/16 im
Primarbereich an allen Standorten. Der Aus- und Aufbau von
Genderkompetenz ist ebenfalls ein zentraler Teil der neuen
PädagogInnenbildung: "Es bestehen massive Unterschiede in den
Bildungskarrieren von Buben und Mädchen. Zukünftige LehrerInnen
werden nun verstärkt dafür sensibilisiert, der Übertragung von
Geschlechterstereotypen im Unterricht entgegenzuwirken", meint
Heinisch-Hosek. Die Pädagogische Hochschule Salzburg hat dem Thema
"Geschlechtergerechte Pädagogik" eine neue, eigene Professur
gewidmet.
Eine weitere wichtige Neuerung ist die Berücksichtigung neuer
Ausbildungswege, die es Personen mit anderen Erstausbildungen
ermöglichen, in einen pädagogischen Beruf einzusteigen.
Nicht nur die Ausbildung zukünftiger Lehrerinnen und Lehrer wird neu
gestaltet, auch der Einstieg in den Beruf wird neu organisiert. Das
neue Dienstrecht sieht für alle JunglehrerInnen in ihrem ersten
Berufsjahr die Begleitung durch speziell ausgebildete MentorInnen
vor.
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