NOMA Hilfe Österreich: Literarischer Vortrag im Dienste humanitärer Hilfe mit Burgschauspielerin Regina Fritsch

Gesichter und Geschichten der Verwandlung

Wien (OTS) - Unter dem Vortragstitel "Seelengesichter" macht Dr. Harald Kubiena, Facharzt für Plastische, Ästhetische und Rekonstruktive Chirurgie, am 26.11.2015 im Wiener Krankenhaus Göttlicher Heiland gemeinsam mit Burgschauspielerin Regina Fritsch auf das Schicksal der an Noma-erkrankten Kinder in Westafrika aufmerksam und spricht auf literarisch-informative Weise eine Thematik an, die niemanden unberührt lässt: Noma ist eine bakterielle Erkrankung, von der vor allem Kinder in Westafrika betroffen sind und die zu schweren Entstellungen im Gesicht führt. Die NGO NOMA Hilfe Österreich setzt sich gemeinsam mit der deutschen Dachorganisation "Hilfsaktion Noma e.V." für die von ihrer Gemeinschaft ausgestoßenen Kinder in Niger ein und gibt ihnen durch wiederherstellende Operationen vor Ort wieder Hoffnung auf ein Leben.

Durch eine Wechselinszenierung von Bildern, Musik-Sequenzen, Texten und Gedichten - letztere von Regina Fritsch rezitiert - lässt Dr. Kubiena die ZuhörerInnen und ZuseherInnen an seinen Einsätzen und Erlebnissen in Westafrika teilhaben. Behutsam, ohne zu überfordern, zeigt er bewusst Bilder der Freude und Menschlichkeit, die zum Nachdenken anregen und mit den herkömmlichen Klischees der plastischen Chirurgin bzw. des plastischen Chirurgen im alleinigen Dienste der Schönheit brechen.

"Unser Gesicht - zu- oder abgewandt, offen oder verschlossen, aufgesetzt oder wahrhaftig. Stets haben wir mehrere und sind gerade darin ein(e)s." Mit diesen Worten beginnt die außergewöhnliche Veranstaltung zum Thema Noma. Der plastische Chirurg Harald Kubiena, der Operationseinsätze der NOMA Hilfe Österreich in Westafrika leitet, entführt gemeinsam mit Burgschauspielerin Regina Fritsch auf eine Reise außerhalb unserer üblichen Gesichtsfelder in Länder der Armut, des Mangels und der Not. Sie zeigen Gesichter und Geschichten der Verwandlung - im Kampf gegen eine Krankheit, die die schwächsten Mitglieder der westafrikanischen Gesellschaft ins Blickfeld rückt. Regina Fritsch: "Der Beruf von Schauspielern lebt von der Intensität der eigenen Vorstellungskraft für die Menschenschicksale, die sie auf der Bühne darstellen. Als ich zum ersten Mal ein durch Noma entstelltes Kindergesicht sah, hat die Vorstellung, was es bedeutet so leben zu müssen, in meinem Denken keinen distanzierten, sicheren Platz mehr gefunden - die Tatsache allein hat unmittelbar mein Herz zerrissen."

"Nur mit Hilfe zur Selbsthilfe können wir das Leben der Menschen dort, wo sie zu Hause sind, verbessern."

"Noma könnte verhindert werden. Sie ist zwar eine vorwiegend bei Kleinkindern auftretende schwere Infektionskrankheit, aber durch rechtzeitige Behandlung mittels Antibiotika gut heilbar. Zur Gänze vermeidbar wäre sie durch ausreichende Information, Prävention und vor allem durch sauberes Trinkwasser", bringt Dr. Kubiena die Tragik des Themas auf den Punkt. Sauberes Wasser ist im von Dürrekatastrophen heimgesuchten Westafrika eine Kostbarkeit, mangels dessen es zu verheerenden Krankheiten, wie beispielsweise Noma kommt. Besonders Kinder sind von dieser Infektion betroffen, deren Gesicht infolge massiv entstellt wird. Eine normale Nahrungsaufnahme ist praktisch kaum mehr möglich. Nur rechtzeitige Operationen am Gesicht können den oft tödlichen Verlauf der Erkrankung verhindern.
Über die Jahre konnte das österreichische Team der NOMA Hilfe Hunderten von Kindern ein neues Gesicht geben und ihnen so die Rückkehr in ein menschenwürdiges Leben ermöglichen.

Termin öffentlicher Vortrag "Seelengesichter", Dr. Harald Kubiena NOMA Hilfe Österreich:
Do., 26.11.2015, 19:00 Uhr, Festsaal, KH Göttlicher Heiland, Dornbacherstraße 20-28,
1170 Wien
Anmeldung an sonja.winkelmann@khg.at

Links: www.nomahilfe.at; www.drkubiena.at

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