- 29.09.2015, 09:08:36
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„Ah ned schlecht“: Bürgermeister Häupl besuchte Rheinmetall MAN Military Vehicles

Wien (OTS/SPW) - SPÖ Wien-Spitzenkandidat, Bürgermeister Dr. Michael
Häupl war gestern Montag einmal mehr im Wahlkampfeinsatz und besuchte
Rheinmetall MAN Military Vehicles. Auf dem 95.000 m2 großen
Betriebsgelände in Wien-Liesing fertigen insgesamt 650
MitarbeiterInnen Militärlogistik-Fahrzeuge und zivile Sonderfahrzeuge
wie Schwerlaster, Winterdienst-, Feuerwehr- und Wüstenfahrzeuge. Zu
den größten Einzelkunden zählen Großbritannien, Neuseeland,
Australien, Schweden und Norwegen. Der Bürgermeister trug sich ins
Gästebuch ein und wurde anschließend durch das Betriebsgelände
geführt. So begutachte Häupl die gepanzerte Kabine eines
Militärlogistikfahrzeugs - die 600 kg schwere Tür verfügt über eine
eigene Sicherung, die bei der Handhabung betätigt werden muss, damit
etwa bei Schieflage des Fahrzeugs kein Verletzungsrisiko auftritt.
"Ah ned schlecht", meinte der Bürgermeister, der selbst Ende der
1960er Jahre als Kraftfahrer beim Bundesheer gedient hatte. "Damals
waren das noch andere Dinger", so sein Kommentar.****
Ein Sonderfahrzeug von Rheinmetall MAN-Military Vehicles besteht
durchschnittlich aus 6.000 Teilen und ist 4-5 Tonnen schwer. Der
Fertigungsprozess dauert eineinhalb Wochen, bei einem, komplexeren
Fahrzeug bis zu einem Monat. Im Unterschied zu "normalen" LKWs sind
die Sonderfahrzeuge besonders PS-stark, mehrachsig, verfügen über
Allradantrieb und sind noch in 1,5 Meter tiefem Wasser
funktionstüchtig. Hier im Liesinger Werk werden sie "aus einer Hand"
produziert, inklusive der Aufbauintegration. "Wie die mit dem langen
Sattelzug fahren können, verstehe ich nicht", meinte ein sichtlich
beeindruckter Bürgermeister.
Die Verantwortlichen von Rheinmetall MAN Military Vehicles
erläuterten Häupl unter anderem die Herausforderung, nach Australien
zu liefern: So wird zur Konservierung für den Transport eine
wachsartige Substanz verwendet, von der wegen der hohen Temperaturen
"down under" eine eigene Variante zum Einsatz kommt. Auch das Holz
für die Verpackung muss wegen der außerordentlich strengen
Einfuhrbestimmungen spezialbehandelt sein - "so will man das
Einschleppen von Schädlingen verhindern". Und schließlich ist die
Zeitdifferenz von 10 Stunden nicht zu unterschätzen - "uns bleiben
für eine vernünftige Kommunikation in Wirklichkeit nur zwei Stunden."
Im Ausbildungszentrum von Rheinmetall MAN Military Vehicles werden 29
Lehrlinge, darunter zwei Mädchen, ausgebildet. Bürgermeister Häupl
war darüber erfreut und wünschte den Jugendlichen "alles Gute für
eure Zukunft". Zum Abschluss des Betriebsbesuchs passierte man eine
laufend aktualisierte Anzeige: "Heute gelieferte MAN-Sonderfahrzeuge:
9". (Schluss) tr
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