• 28.09.2015, 14:12:07
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Neue Auszeichnungslogik: ÖGNI führt DGNB Platin ein

Neue Auszeichnungslogik: ÖGNI führt DGNB Platin ein

Linz (OTS) - Die Österreichische Gesellschaft für Nachhaltige
Immobilienwirtschaft (ÖGNI) erneuert die Auszeichnungslogik bei der
Zertifizierung von Gebäuden und Stadtquartieren mit dem DGNB System.
Als höchste Bewertungsstufe wird Platin eingeführt. "Mit diesem
längst überfälligen Schritt kommt das DGNB System einer langjährigen
Forderung der ÖGNI nach", freut sich ÖGNI Gründungspräsident Philipp
Kaufmann über die neue Auszeichnungslogik. ÖGNI Geschäftsführerin
Sabine Dorn begründet diesen Schritt wie folgt: "Als ÖGNI haben wir
in den letzten Jahren gerade bei internationalen Bauherren und
Investoren oft Erklärungsnot gehabt, da wir bzw. die ÖGNI Auditoren
vielmehr Zeit mit der Erklärung, dass Gold nicht gleich Gold ist,
verbracht, als mit den eigentlichen Inhalten." Gerade im
internationalen Umfeld hängt die Entscheidung für oder gegen ein
Zertifizierungssystem vielfach mehr von der Farbe der
Auszeichnungsstufe und weniger von den Inhalten und den damit
überprüften Qualitäten eines Gebäudes oder Stadtquartiers ab. "Die
neue Auszeichnungslogik verbessert die Vergleichbarkeit und mit
Platin bekommen unsere Gebäude und Stadtquartiere die richtige Farbe
für die höchsten Qualitäten", so Kaufmann. "Spät aber nicht zu spät
bieten wir nun endlich im DGNB System mit Platin, Gold, Silber und
Bronze die notwendige Differenzierung an", führt ÖGNI
Geschäftsführerin Ines Reiter aus.

Die Umstellung und die erste Platin-Zertifizierung

Die Anforderungen für ein Platin-Zertifikat entsprechen exakt den
bisherigen Bedingungen für eine Auszeichnung in Gold. Neben Platin
wird es bei Neubauten künftig noch DGNB Zertifikate in Gold und
Silber geben. Alle Projekte, die sich aktuell im
Zertifizierungsprozess befinden, profitieren unmittelbar von der
neuen Auszeichnungslogik. Auch bereits zertifizierte Projekte können
ihre Auszeichnungsstufe freiwillig anpassen lassen. Die erste
Platin-Vorzertifizierung hat die ÖGNI auf ihrem sechsten Gründertag
am 28.09.2015 an "Square Plus" des Projektentwicklers Raiffeisen
evolution verliehen. "Österreich ist damit Vorreiter", so ÖGNI
Präsidiumsmitglied Professor Gunther Maier (WU Wien). Die nächsten
Auszeichnungen in Platin folgen in den nächsten Tagen, insbesondere
auf der Expo Real in München (05.-07.10.2015).

Was ändert sich?

Die Veränderungen sind dabei leicht erklärt: So wird die bisherige
Auszeichnung in Bronze eins zu eins durch das Zertifikat in Silber
ersetzt. Gold tritt an die Stelle von Silber. Die neue höchste
Auszeichnungsstufe in Platin erhalten Projekte, die dieselben
Bedingungen erfüllen wie bislang Projekte mit Gold-Status. Mit
anderen Worten: Projekte mit einem Gesamterfüllungsgrad von
mindestens 80 Prozent und einem Mindesterfüllungsgrad von 65 Prozent
in allen fünf ergebnisrelevanten Themengebieten bekommen von nun an
ein Zertifikat in Platin. Für einen Gesamterfüllungsgrad von über 65
Prozent gibt es ab sofort Gold, bei mehr als 50 Prozent erhält ein
Projekt das Silber-Zertifikat. Eine Auszeichnung in Bronze gibt es
künftig nur noch bei der DGNB Bestandszertifizierung ab einem
Erfüllungsgrad von 35 Prozent.
Das DGNB System und die darin enthaltenen Kriterien bleiben von all
dem inhaltlich unangetastet. "Das DGNB System ist als
Zertifizierungssystem der 2. Generation das umfassendste am Bau- und
Immobilienmarkt und wir bieten das leistungsfähigste Angebot", so
Gründungspräsident Kaufmann und ergänzt: "Unser System bietet die
höchsten Qualitäten und daher ist der Schritt hin zu Platin auch so
zu verstehen, dass wir das einzigartige Engagement der Bauherren und
Projektteams in der höchsten Stufe mit der nunmehr richtigen Farbe
hervorheben."

Möglichkeit zur Anpassung für bereits zertifizierte Projekte

Die Veränderungen in der Auszeichnungslogik gelten ab sofort. Alle
Projekte, die sich seit dem 1. Juli 2015 im Zertifizierungsprozess
befanden, erhalten automatisch eine Anpassung. Projekte, die ab
sofort angemeldet werden, sind direkt nach dem neuen Prinzip
eingestuft.
Allen Projekten, die vor dem 1. Juli 2015 zertifiziert wurden, bietet
die ÖGNI ebenfalls die Möglichkeit, eine Anpassung der bereits
erhaltenen Auszeichnung nach der neuen Auszeichnungslogik
vorzunehmen. Dies erfolgt auf freiwilliger Basis.

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