- 25.09.2015, 13:30:01
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Franz-Josefs-Bahn: Haltestellen werden gestrichen!
Grüne NÖ/Enzinger: „Falsches Signal für Gemeinden und die Region“
Utl.: Grüne NÖ/Enzinger: „Falsches Signal für Gemeinden und die
Region“ =
St. Pölten (OTS) - Mit dem Fahrplanwechsel der ÖBB sind im Dezember
die Schließungen von folgenden Haltestellen in Niederösterreich an
der Franz-Josefs-Bahn Richtung Gmünd und Traisentalbahn geplant.
Auf der Franz-Josefs-Bahn Richtung Gmünd:
• Absberg, Großwiesendorf-Tiefenthal, Glaubendorf-Wetzdorf,
Ravelsbach, Straning, Kl. Meiseldorf-Maria Dreieichen und
Königsbrunn-Unterstockstall
Die grüne Verkehrssprecherin, Amrita Enzinger, wollte mittels
parlamentarischer Anfrage an VP-Verkehrslandesrat Karl Wilfing
wissen, was das Land NÖ gedenkt zu tun, um diese Haltestellen für
PendlerInnen zu erhalten bzw. den Wegfall dieser Haltestellen zu
kompensieren, um die ZugpendlerInnen nicht zu verlieren und die FJB
zu attraktivieren:
Die Antwort: Nichts.
Zu wenig Fahrgast-Frequenz ist für VP-Wilfing ein gutes Argument, die
Haltestellen zu schließen und dagegen nichts zu unternehmen.
"Das ist in vielerlei Hinsicht fatal und wirkt sich z.B. auch auf die
Grundstückspreise in den betroffenen Gemeinden aus. Fehlende
Infrastruktur, keine Anbindung an Öffis drückt in diesen Zeiten die
Grundstückspreise und das kann kaum im Interesse der Gemeinden sein,
die um jeden Bürger und jede Bürgerin kämpfen", so die Grüne
Abgeordnete, die damit auch die Nicht-Information bzw. gemeinsame
Entscheidungsfindung mit den betroffenen Gemeinden kritisiert.
Die Grüne selbst würde - wäre sie Wilfing - zumindest Ergänzungs-
und Begleitmaßnahmen setzen, um den Ausfall der Stationen zu
kompensieren. Immerhin wurde am Bahnhof Ravelsbach eine Tagesfrequenz
von 16 Personen gezählt, insgesamt sind es aber 97! Die Park und Ride
Anlage in Limberg ist an der Grenze der Kapazität und muss ausgebaut
werden", nennt die Grüne Beispiele.
"Und noch etwas vergisst Wilfing: als zuständiger Verkehrslandesrat
kann er bei den ÖBB attraktive Angebote für PendlerInnen bestellen!
So würde ein Schnellzug zu den Hauptverkehrszeiten in der Früh und am
Abend von Wien nach Gmünd und retour 67.000 Euro pro Jahr kosten -
also ein für das Land leistbares Paket, dass die Franz-Josefs Bahn
eindeutig attraktiver macht", so Enzinger.
Für die Grüne sind Busse kein adäquater Ersatz zum Schienenverkehr.
"Die Schieneninfrastruktur ist ja da. Auf Bestellung liefern die ÖBB
die gewünschten Züge mit den gewünschten Takten. Als Pendlerin kaufe
ich mir ein vergünstigtes Jahresticket für den Zug und nicht
zusätzlich noch ein Ticket für den Bus, der mich zum Zug bringen
soll. Schon gar nicht, wenn die Vorteilscard der ÖBB im Bus nicht
gültig ist. Man zwingt die Bahn-PendlerInnen damit wieder auf das
Auto umzusteigen", so Enzinger.
Dabei wird in die Modernisierung des Bahnhofs Gmünd investiert: "Aber
was nützt uns der schönste Bahnhof, wenn das Angebot an Zügen nicht
vorhanden ist?", fragt sich die Grüne.
Der Grünen Abgeordneten fehlt nach wie vor der Weitblick bei
Entscheidungen in Verkehrsfragen: "Das Einsparen von Haltestellen bei
der Franz-Josefs-Bahn ist ein unüberlegter Rückschritt in der
Mobilität in einer Region, wo wir vor allem jetzt in die
Infrastruktur investieren sollten und den Menschen Flexibilität
ermöglichen müssen", so Amrita Enzinger.
Die Grüne selbst trat daher gestern im NÖ Landtag mit einem
umfassenden Antrag für die Attraktivierung der Franz-Josefs-Bahn auf.
"Zustimmung fand der Antrag bei FPÖ und SPÖ. Die ÖVP und Teile des
Team Stronach haben den Antrag leider mehrheitlich abgelehnt. So
leicht geben wir aber nicht auf", so Verkehrssprecherin Amrita
Enzinger.
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