• 25.09.2015, 12:33:32
  • /
  • OTS0126 OTW0126

FSG NÖ: Niederösterreichische ÖVP plant aus dem Waldviertel ein Naturreservat zu machen.

Völlig verfehlte Industrie- und Verkehrspolitik führt zu immer mehr Abwanderung

Utl.: Völlig verfehlte Industrie- und Verkehrspolitik führt zu immer
mehr Abwanderung =

Wien (OTS) - Viel ist dieser Tage wieder über das Waldviertel zu
lesen und es sind zumeist keine guten Nachrichten. Abwanderung,
geringere Löhne und Gehälter als im Landesdurchschnitt, schlechte
Verkehrsanbindungen an den Zentralraum, immer längere Wegstrecken für
PendlerInnen, ein nicht vorhandener Ausbau von Breitbandinternet,
fehlende ganztätige Kinderbetreuungseinrichtungen, rar gesäte höhere
Schulen und eine abgehobene Landes-ÖVP die das vollkommen negiert.
Zusammen ergibt das einen Giftcocktail für diese Region, der so nicht
mehr zu tolerieren ist.++++

Christian Farthofer Landesgeschäftsführer der FSG NÖ und gebürtiger
Waldviertler meint dazu: "Seit Jahrzehnten lässt die Pröll-ÖVP das
Waldviertel im Stich. Es fehlt an einer flächendeckenden ganztägigen
Kinderbetreuung, es fehlen HTLs und es fehlt die nötige
Verkehrsinfrastruktur, wie z.B. eine Schnellstraße ins Waldviertel,
um so neue Betriebe in der Region anzusiedeln und hochqualifizierte
Arbeitsplätze zu schaffen."

Dass man seit Jahren jede sinnvolle Initiative ablehnt, eine
Schnellstraße ins Waldviertel zu bauen, damit es dort endlich wieder
zu Betriebsansiedlungen kommen kann, versteht keiner, der im
Waldviertel lebt und arbeitet. Gleichzeitig den öffentlichen Verkehr
in der Region immer mehr zu behindern, sodass PendlerInnen, die mit
der Fanz Josefs Bahn zur Arbeit fahren, bis zu einer Stunde am Tag
länger unterwegs sind, ist eine Demütigung für hart arbeitende
Menschen. "Der Herr Landeshauptmann muss ja nicht mit dem Zug täglich
von Radlbrunn nach St. Pölten pendeln, er mutet jedoch Menschen, die
keine Arbeit im Waldviertel finden, zu, dass sie im Jahr bis zu 86
Stunden länger unterwegs sind.", rechnet Farthofer vor.

Dass ein hochrangiges Straßennetz für das Waldviertel
überlebensnotwendig wäre, sieht ja nicht nur die FSG Niederösterreich
so, vor kurzem meldete der NÖ-Wirtschaftspressedienst "Internationale
Investoren lassen das obere Waldviertel links liegen". Demnach war
jahrelang keine ausländische Firma dazu zu bewegen, sich im Bezirk
Waidhofen an der Thaya niederzulassen. Und wenn der Herr
Landeshauptmann, der anscheinend mit seinem Kopf schon mehr in der
Hofburg ist, als bei den Menschen im Land, nicht der FSG
Niederösterreich glauben will, so soll er sich die Worte seines
Parteifreundes Reinhart Blumberger, Obmann des Wirtschaftsbundes zu
Herzen nehmen, der sagt, "Interessenten für Betriebsstandorte
entscheiden heute vor allem danach, ob hochrangige Straßen zur
schnellen Erreichbarkeit in der Nähe liegen."

Wie das erfolgreich gehen kann, beweist uns Pröll in "seinem"
Heimatviertel. A5 und Außenring-Schnellstraße ziehen immer mehr
Betriebe an und schaffen so Arbeitsplätze. "Warum gönnt die ÖVP den
Menschen im Waldviertel keine hochwertigen Arbeitsplätze? Ich gewinne
immer mehr den Eindruck, dass man aus dem Waldviertel ein
Naturreservat mit ein paar Eingeborenen machen will, die ein paar
Touristen bespaßen sollen. So wird man das Waldviertel nicht
retten.", zeigt sich Farthofer verärgert.

Dass Pröll zusammen mit ÖVP Abgeordneten aus dem Waldviertel gestern
(24.9.2015) gegen eine Volksbefragung im Waldviertel zu drängenden
Themen abstimmte, passt da gut ins Bild. Es ist unbegreiflich, wie
sehr man die Lebensumstände von rund 220.000 Menschen so dauerhaft
negieren kann. Farthofer abschließend: "Die politischen Tage von
Pröll sind gezählt, sein Mandat wird bald auslaufen, aber die
Menschen im Waldviertel wollen hier leben, arbeiten und eine Zukunft
gestalten und die wird ihnen durch diese unverantwortliche Politik
genommen."

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | NGB

Bei Facebook teilen.
Bei X teilen.
Bei LinkedIn teilen.
Bei Xing teilen.
Bei Bluesky teilen

Stichworte

Channel