Weltstadt Wien: Spiegel-Journalist und Autor Jan Fleischhauer zu Gast bei der ÖVP Wien

Wien (OTS) - Im Rahmen der Veranstaltungsreihe "Weltstadt Wien" diskutierten gestern Abend in der EMS Lounge im Dritten Bezirk der Landesparteiobmann der ÖVP Wien, Stadtrat Manfred Juraczka, mit dem bekannten Spiegel-Journalisten und Autor des Bestsellers "Unter Linken" Jan Fleischhauer.

"Als ich seine Bücher, Kolumnen gelesen bzw. die Videos gesehen habe, habe ich mir stets gedacht: So sehe ich das auch. Die Eigenverantwortung und die Freiheit kommen immer mehr unter die Räder. Und gerade angesichts der Tatsache, dass in Wien eine rot-grüne Stadtregierung am Ruder ist, die durch ihre Politik den Großteil der Menschen verstört und irritiert, war es naheliegend Jan Fleischhauer hierher einzuladen", so Juraczka.

"Die politische Linke plakatiert gerne die Toleranz, lässt aber andere Meinungen oftmals nicht zu", so Fleischhauer, der in diesem Zusammenhang das Phänomen "Selbstghettoisierung" beschrieb. "Die Menschen leben in bestimmten Vierteln, habe die gleichen Vorstellungen und klopfen sich gegenseitig auf die Schulter. Doch wenn jemand mit einer anderen Meinung von außen in diese Welt eindringt, sind sie ganz verstört und wissen nicht, wie sie damit umgehen sollen", so Fleischhauer.

Der Landesparteiobmann der ÖVP Wien hält dazu fest: "In der Welt von Rot-Grün gibt es einen Wahrhaftigkeitsanspruch, der die eigene Meinung moralisch überhöht. Das manifestiert sich in sämtlichen Bereichen der Politik in dieser Stadt. Vor allem in der Verkehrspolitik sowie in der Bildungspolitik oder auch im Umgang mit der Sprache. Die Politik, die ich betreibe, erhebt nicht den Anspruch, den Menschen vorzuschreiben, wie sie leben sollen, sondern ich will Wahlfreiheit gewähren."

Auch das aktuelle Thema der Flüchtlinge wurde behandelt, in dem beide Diskutanten übereinstimmten, dass sowohl Mitgefühl als auch Sorge berechtigt und verständlich seien, es gleichzeitig aber auch eine vernunftbasierte Politik brauche, um mit dieser großen Herausforderung umzugehen. "Wenn man keine Radikalisierung will, muss man die Politik der Vernunft und der Mitte stärken. Die politischen Ränder, links wie rechts, haben jedenfalls keine Lösungen", so Juraczka. Für Fleischhauer stand fest: "Wer bei diesem Thema christlich gebunden ist, kann nicht FPÖ wählen."

Ein etwas heitereres Thema wurde in Zusammenhang mit Essen behandelt, mit der Frage, ob Vegetarier bessere Menschen seien. Für Fleischhauer findet zunehmend eine Moralisierung des Essens und eine politische Aufwertung statt. "Ich wünsche viel Spaß bei der Ausrichtung eines Kindergeburtstages", so Fleischhauer süffisant. Für Juraczka soll im Sinne der Wahlfreiheit, "jeder essen, was er ihm schmeckt". Die Seite www.vegan.eu bestätige aber wieder sämtliche Klischees, wo sich folgende Erklärung finden: "Der ethische Veganismus lässt sich von daher als Teil der politischen Linken einordnen, da er sich als eine fortschrittliche Bewegung versteht. (…) Der Veganismus stellt eine Erweiterung klassischer linker Positionen dar."

Zusammenfassend erläuterte Fleischhauer, dass die Linke von einem Menschenbild ausgehe, das man "wie ein weißes Blatt, neu beschreiben kann". Das sei aber eine totalitäre Denkweise. Laut Fleischhauer haben die Konservativen im Gegensatz zur Linken eine gewisse "Utopieresistenz", was auch dazu führe, dass sie die Wichtigkeit von Bindungen, wie in den Familien, betonen. Die Linke jedoch versuche diese zu eliminieren.

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