- 25.09.2015, 09:00:01
- /
- OTS0017 OTW0017
SJ-Hanke zur Asylfrage: Wann wird endlich gehandelt?
Auch am „Langen Tag der Flucht“ lassen Maßnahmen zur Verbesserung der Situation von Flüchtlingen auf sich warten.
Utl.: Auch am „Langen Tag der Flucht“ lassen Maßnahmen zur
Verbesserung der Situation von Flüchtlingen auf sich warten. =
Wien (OTS) - Am 25. September findet der "Lange Tag der Flucht"
statt. An diesem vom UNHCR initiierten Tag gibt es in ganz Österreich
Veranstaltungen zum Thema Flucht und Asyl. Die Sozialistische Jugend
Wien nimmt diesen Tag zum Anlass, um einmal mehr auf die
Notwendigkeit legaler und sicherer Fluchtwege hinzuweisen.
"Geflüchtete Menschen brauchen Sicherheit. Stattdessen müssen sie auf
der Flucht weiteres Leid durchleben. Das muss nicht so sein - doch
für Veränderung fehlt offensichtlich der politische Wille", prangert
Marina Hanke, Vorsitzende der Sozialistischen Jugend Wien das
derzeitige Asylsystem an.
Schon seit Jahren ist klar, dass das Dublin-System vollkommen
versagt. Staaten an den EU-Außengrenzen sind überfordert, während ein
Großteil der EU jegliche Verantwortung von sich weist. Angesichts der
steigenden Anzahl an Flüchtlingen, die nach Europa kommen, werden nun
Streitereien wegen Quoten und Kosten geführt. Vollkommen vergessen
wird, dass es sich hier nicht bloß um Zahlen, sondern um
Menschenleben handelt.
"Es ist traurig und verstörend, dass für viele politische Parteien
immer noch nicht klar ist, dass Flüchtlinge Menschen sind, denen man
helfen muss - und keine Bedrohung, die man durch Zäune fernhalten
kann!", meint Marina Hanke. Legale und sichere Fluchtwege einzuführen
sei eine der wichtigsten Maßnahmen, die so schnell wie möglich
umgesetzt werden müssten, um zu verhindern, dass noch mehr Menschen
am Weg nach Europa sterben. Es sei eine Schande, dass sich die
europäische Politik derart von rechten und rassistischen
Ressentiments leiten lässt, dass sie dieses Sterben in Kauf nimmt.
Für die Jugendkandidatin der SPÖ bei den Gemeinderatswahlen in Wien
am 11.10.2015 ist klar, dass die Politik nur die richtigen Maßnahmen
umsetzen müsste, um die Situation zu verbessern: "Wie man mit
Flüchtlingen umgeht, ist immer eine soziale Frage. Denn natürlich
muss man sich Gedanken darüber machen, wo die Menschen leben, wohnen,
arbeiten sollen. Diese Frage muss man sich immer stellen - egal ob
jemand schon immer hier lebt oder gerade erst angekommen ist. Die
Antwort kann deshalb auch immer nur eine soziale sein: Wir brauchen
Arbeitsplätze, leistbaren Wohnraum, Gesundheitsversorgung - für alle
Menschen!"
OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | SJO






