FORMAT: Frontalangriff gegen Heta, Land Kärnten und die Republik

„Intransparent und unprofessionell“ – Hypo-Gläubigervertreter Kirkland & Ellis

Wien (OTS) - Die renommierte US-Kanzlei Kirkland & Ellis LLP, die zehn Gläubiger der Hypo Group Alpe-Adria (heute: Heta Asset Resultion) vertritt, greift die Republik Österreich, das Land Kärnten und den Heta-Vorstand frontal an. Kirkland-Anwalt Leo Plank kritisiert im Interview mit dem am Freitag erscheinenden Wirtschaftsmagazin FORMAT: "Heta, Kärnten und die Republik agieren höchst intransparent und unprofessionell."

Aus Sicht von Kirkland & Ellis wird der jüngste Vergleich mit der BayernLB einer rechtlichen Prüfung nicht standhalten. "Der BayernLB-Vergleich stellt aus unserer Sicht eine klare Benachteiligung von Gläubigerinteressen dar, weil die Zahlungen an die Bayern zu Lasten der Quote gehen", sagt Kirkland-Advokat Plank gegenüber FORMAT. "Darum werden wir diesen Vergleich aller Voraussicht nach bekämpfen."

Die Anwälte von Kirkland & Ellis haben auch den Heta-Vorstand im Visier. "Jahrelang vertritt der Vorstand die Meinung, dass es sich bei den Verbindlichkeiten der BayernLB um eigenkapitalersetzende Darlehen handelt. Und plötzlich ist alles anders", sagt Anwalt Plank im FORMAT. "Dieses Verhalten ist sicherlich noch aufklärungswürdig."

Die Kanzlei Kirkland & Ellis ist international eine große Nummer. Nach der Explosion der Ölplattform "Deepwater Horizon" im Jahre 2010 vertrat sie den Öl-Multi BP und wird auch den Volkswagen-Konzern beim aktuellen Abgas-Skandal beratend zur Seite stehen. Der von Kirkland & Ellis LLP vertretenen Hypo-"Ad-Hoc-Gruppe" gehören etwa die deutsche FMS Wertmanagement AG (früher: Hypo Real Estate), die Commerzbank oder der US-Fondsriese PIMCO an. Gemeinsam besitzt die Investorengruppe Hypo-Schulden im Nominalwert von 2,5 Milliarden Euro.

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