The Missing Image – die Installation soll bleiben!

Offener Brief an den Wiener Kulturstadtrat Andreas Mailath-Pokorny

Wien (OTS) - Seit dem 12. März 2015 ist die Installation "The missing image" von Ruth Beckermann am Albertinaplatz zu sehen, die das "Mahnmal gegen Krieg und Faschismus" von Alfred Hrdlicka ergänzt. Ins Bild geraten die Schuldigen und die Schaulust.

Mit "The missing image" erst gewinnt das Mahnmal aus dem Jahr 1988 an einer Perspektive, die den Blick auf das Verbrechen vervollständigt, wodurch die Plastik vom kauernden alten Juden nicht Gefahr läuft, die einstige Schmach bloß zu verewigen.

Deshalb wäre es fatal, würde "The missing image", jene Installation aus Videomaterial des nahegelegenen Filmmuseums wie geplant am 10. November wieder abgebaut werden. Das Monument kann ohne diesen Zusatz nicht mehr überzeugen, sondern würde einseitig wirken.

Es braucht "The missing image" als Beifügung, denn, wie Alexander Horvath anläßlich der Eröffnung sagte, geht es darum, aus dem Substantiv "Mahnmal" ein Zeitwort zu machen, damit die Tätigkeit des Mahnmalens als eine unabschließbare Beschäftigung fortdauert.

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