Stöger bestellt neue Patentamts-Präsidentin

Mariana Karepova übernimmt mit 1. November Leitung des ÖPA

Wien (OTS) - Ab 1. November 2015 leitet Mag. Mariana Karepova das Österreichischen Patentamt (ÖPA). Sie übernimmt damit die Agenden von Mag. Christian Weissenburger, dem Leiter der Präsidialsektion im Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie. Er hatte das Patentamt seit April 2015 interimistisch geleitet.

Bundesminister Alois Stöger: "Ich freue mich, mit Mariana Karepova eine neue Präsidentin des Patentamtes gefunden zu haben, die mit ihrer langjährigen Erfahrung im Innovations-, Technologie- und Forschungsförderungsbereich die besten Voraussetzungen mitbringt, um das ÖPA zu einem zentralen Player im österreichischen Innovationssystem weiterzuentwickeln." Karepova wurde nach einem Hearing vor einer Bestellungskommission mit Abstand als erste gereiht. Mit der 45-jährigen Wienerin übernimmt erstmals in der mehr als hundertjährigen Geschichte des ÖPA eine Frau dessen Leitung

Karepova beschäftigte sich nach ihrem Studium der Volkswirtschaftslehre an der Universität Wien mit österreichischer und europäischer Wirtschafts- und Innovationspolitik. Nach einigen Jahren bei der EU-Kommission sowie beim Europäischen Parlament war sie von 2003 bis 2013 beim Forschungsförderungsfonds (FFF) sowie bei der Forschungsförderungsgesellschaft (FFG) in mehreren Positionen tätig. Zuletzt entwickelte sie in der Stabstelle Strategie die neuen Technologie-Programme. Seit 2011 war sie im Kabinett des bmvit für Forschung, Innovation und Technologie sowie für die Agenden des Patentamtes zuständig.

"Das Österreichische Patentamt ist - wie alle Patentämter Europas -mit großen Herausforderungen konfrontiert. Ein Beispiel dafür ist das kommende EU-Patent", sagt Stöger. "Ich habe der neuen ÖPA-Präsidentin einen ganz klaren Auftrag mitgegeben: Das ÖPA muss ins Zentrum des Innovationsgeschehens in Österreich rücken. Es soll vor allem einen starken Fokus auf die Bedürfnisse der österreichischen Wirtschaft legen und den Unternehmen, Forschungseinrichtungen sowie allen Erfinderinnen und Erfindern ein erstklassiges, maßgeschneidertes Service anbieten. Ich bin überzeugt, dass die neue Präsidentin gemeinsam mit den ausgezeichneten Expertinnen und Experten des ÖPA diese Aufgaben meistern wird."

Das Österreichische Patentamt ist die Zentralbehörde für den gewerblichen Rechtsschutz in Österreich. Es ist unter anderem für Patente, Marken und Designs zuständig und bietet der Öffentlichkeit Informationen zu gewerblichen Schutzrechten und Schulungen an. Das ÖPA beschäftigt 236 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. 2014 wurden im Österreichischen Patentamt 3.111 Erfindungen angemeldet, 1.450 Patente und Gebrauchsmuster wurden erteilt. Darüber hinaus wurden 6.105 nationale Markenanmeldungen im ÖPA eingereicht, 5.115 Marken wurden registriert.
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