• 22.09.2015, 09:00:01
  • /
  • OTS0012 OTW0012

ANIMAL SPIRIT morgen 23.9.15 bei „Schlachtfohlen“-Auktion in Maishofen

Auch heuer landen wieder Hunderte Fohlen in „Rösslbraten“, Salami oder Leberkäse

Utl.: Auch heuer landen wieder Hunderte Fohlen in „Rösslbraten“,
Salami oder Leberkäse =

Laaben (OTS) - Morgen Mittwoch findet wieder die
"Schlachtfohlen"-Versteigerung ausschließlich für Norikerhengste im
Salzburger Maishofen statt. Insgesamt 151 Hengstfohlen und 24
Jährlinge sind dort zur Versteigerung angemeldet, also kaum weniger
als in den letzten Jahren. Bei diesen jährlichen
Hengstfohlen-Auktionen sind regelmäßig alle bekannten "Viehhändler"
aus Österreich, Bayern und Italien vertreten, welche die zuvor
gewogenen Tierkinder oft zum Kilo-Ausrufpreis aufkaufen und dann nach
Italien oder sonstige Länder zum Schlachthof karren. Die jüngsten der
Tierkinder sind gerade einmal 4 Monate "alt" (geboren Mitte Mai),
also viel zu jung, um schon brutal von der Mutter weggerissen zu
werden!

Bereits seit dreizehn Jahren arbeitet die Tierschutzorganisation
ANIMAL SPIRIT daran, die "Fohlenzucht für den Schlachthof" zumindest
einzudämmen. Dazu Dr. Franz-Joseph Plank, Obmann von ANIMAL SPIRIT:
"Unter dem Deckmantel der `Erhaltung seltener Haustierrassen`
produzieren Züchter - mit Hilfe von EU-Subventionen bzw. Prämien der
Zuchtverbände - Jahr für Jahr noch immer zu viele Norikerfohlen,
obwohl ja allen Beteiligten klar sein muß, daß ein Großteil dieser
Fohlen im Alter von nur vier bis sechs Monaten zu Schleuderpreisen in
die Fleischproduktion verschachert werden. Weil sie eben nicht
´schön´ genug für die Weiterzucht sind bzw. zu wenig private Käufer
an den v.a. männlichen Fohlen der Rassen Noriker und Haflinger
Interesse haben und diese somit ´Überschußware´ sind. Immerhin haben
wir heuer wieder bereits 25 Tierkinder (11 Noriker- und 14
Haflingerfohlen) freikaufen und auf gute private Plätze vermitteln
können. Wir werden auch morgen mit 3 Pferdehängern vor Ort sein, um
zumindest einigen der Schlachtkandidaten ein langes Leben in Freiheit
und Würde zu ermöglichen, indem wir sie per Schutzvertrag an private
Tierfreunde in Deutschland und Österreich weitervermitteln."

Nach einem Sommer auf der Alm, bei dem sie u.a. als
Touristen-Attraktion hergehalten haben, müssen die Fohlen weg, weil
im Herbst kein Platz im Stall ist und fast alle Stuten wieder
trächtig sind - womit im kommenden Jahr das gleiche Drama
vorprogrammiert ist. So werden jeden Herbst aufs Neue die
Pferdekinder und ihre Mütter auseinandergerissen - ein für beide
Seiten schrecklicher Schmerz. Die Kleinen sträuben sich oft vehement,
den Transporter alleine zu besteigen und so wird die Mutterstute
hineingeführt, das Fohlen folgt ihr voll Vertrauen. Dann wird die
Stute weggerissen, die Klappe geht zu und ein wenige Monate junges
Tierkind steht laut wiehernd alleine oder mit fremden Leidensgenossen
im Dunkeln.

Dr. Plank abschließend: "Jedes Jahr spielt sich auf den
Fohlenauktionen das gleiche Drama ab und bis auf kleinere Rückgänge
wird weiterhin gezüchtet was das Zeug hält. Denn die Überzüchtung
wird nach wie vor mit direkten und indirekten Subventionen gefördert
- letztlich unser aller Steuergeld für Fohlenschlachtungen! ANIMAL
SPIRIT fordert daher seit vielen Jahren nicht nur ein Stopp für diese
sinnlosen Förderungen, sondern generell das Ende der reinen
`Vermehrungszucht` für das Schlachthaus sowie der
Langstrecken-Pferdetransporte. Auch eine gesetzliche Gleichstellung
der den Menschen so nahe stehenden und sensiblen Pferden mit den
Hunden und Katzen, welche ja zumindest hierzulande nicht für den
Fleischkonsum umgebracht werden dürfen, wäre zu überdenken. Doch
gesetzliche Regelungen dafür werden von den zuständigen Politikern -
besonders der ÖVP - regelmäßig abgeschmettert."

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | ANI

Bei Facebook teilen.
Bei X teilen.
Bei LinkedIn teilen.
Bei Xing teilen.
Bei Bluesky teilen

Stichworte

Channel