- 17.09.2015, 14:26:03
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SPÖ Fellner zur Tragödie an ungarischer Grenze: Wenn Europa jetzt schweigt, hat es nichts mehr zu sagen
Fellner: Wer Grenzschließung fordert, will ungarische Zustände in Österreich. EU muss jetzt Konsequenzen ziehen. Nur gemeinsam ist humanitäre Herausforderung zu bewältigen.
Utl.: Fellner: Wer Grenzschließung fordert, will ungarische Zustände
in Österreich. EU muss jetzt Konsequenzen ziehen. Nur
gemeinsam ist humanitäre Herausforderung zu bewältigen. =
Klagenfurt (OTS) - "Wer angesichts der schockierenden Bilder aus
Ungarn immer noch meint, geschlossene Grenzen wären eine Lösung in
der aktuellen humanitären Sondersituation, dem fehlt es entschieden
an Mitgefühl und Menschlichkeit", sieht sich
SPÖ-Landesgeschäftsführer Daniel Fellner in seiner Kritik an den
immer wieder geäußerten Biertisch-Parolen nach einem Dichtmachen der
Grenzen bestätigt.
Erst gestern hat Fellner in einer Aussendung kritisiert, dass mit
fragwürdigen Biertisch-Parolen wie z.B. der Forderung nach Schließung
der Grenzen, der Bevölkerung Scheinlösungen vorgegaukelt werden, die
unter Preisgabe der Menschlichkeit nichts zu einer wirklichen Lösung
der humanitären Sondersituation beitragen.
Auch seine Frage, wie man gegen verzweifelte Menschen vorgehen solle,
die sich von Grenzzäunen nicht aufhalten lassen, sei durch das
abschreckende ungarische Beispiel auf erschreckende Weise beantwortet
worden, so Fellner.
"Wer mit Tränengas und Gummiknüppeln auf Kinder losgeht, hat damit
zugleich die europäischen Werte aufgegeben und sollte nicht mehr Teil
der europäischen Wertegemeinschaft sein", stellt Fellner fest und
fordert entsprechende Konsequenzen von Seiten der EU.
"Wenn Europa jetzt schweigt, hat es nichts mehr zu sagen", macht
Fellner die beschämende Untätigkeit der EU angesichts der nicht nur
in jüngster Vergangenheit erfolgten zahlreichen
Menschenrechtsverstöße der ungarischen Regierung deutlich.
"Ich kann nur erneut und mit Nachdruck darauf hinweisen, dass Europa,
dass wir alle, diese humanitäre Herausforderung nur gemeinsam
bewältigen können. Was immer dafür auch zu tun ist, es muss von
Menschlichkeit und Mitgefühl getragen sein", appelliert Fellner.
(Schluss)
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