- 17.09.2015, 12:24:25
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Diakonie: „Österreich muss Gelder für internationale Flüchtlingshilfe jetzt aufstocken“
Wachsende Not in Krisenregionen zwingt Menschen zur Flucht ++ Nahender Winter wird prekäre Situation in Flüchtlingscamps verschärfen
Utl.: Wachsende Not in Krisenregionen zwingt Menschen zur Flucht ++
Nahender Winter wird prekäre Situation in Flüchtlingscamps
verschärfen =
Wien (OTS) - Die Lage der Flüchtlinge, Vertriebenen und Gewaltopfer
ist im fünften Jahr des syrischen Bürgerkrieges so verzweifelt wie
nie zuvor. "Wir haben es mit der größten Flüchtlingskatastrophe
unserer Zeit zu tun. Der Krieg in Syrien und die gewaltsamen
Auseinandersetzungen im Irak haben 15 Millionen Menschen zu
Flüchtlingen gemacht", schildert Diakonie-Direktor Michael Chalupka
die aktuelle Situation und rückt vor allem die prekäre Lage in den
Nachbarländern in den Mittelpunkt: "Libanon und Jordanien werden mit
der Versorgung der Flüchtlinge allein gelassen. 85% der Flüchtlinge
leben nicht in organisierten Camps, sondern unter widrigsten
Bedingungen in Zelten, nicht fertig gebauten Häusern oder Garagen.
Der nahende Winter wird die prekäre Situation verschärfen.
Gleichzeitig warnt der UNHCR seit Monaten, dass zugesagte Hilfsgelder
ausbleiben."
Solange in der Region kein Frieden herrscht und sich die
Versorgungslage in den Nachbarländern weiter verschlechtert, werden
weiterhin tausende Menschen nach Europa fliehen. "Österreich stellt
in diesem Jahr 1,53 Mio. Dollar für die Internationale
Flüchtlingshilfe zu Verfügung - das ähnlich große Schweden hingegen
mehr als 100 Millionen Dollar", kritisiert Chalupka und fordert:
"Österreich muss seine Anstrengungen vervielfachen. Schweden ist
nicht hundertmal reicher als Österreich, aber hundertmal
glaubwürdiger."
Diakonie Katastrophenhilfe hilft vor Ort
Die Diakonie Katastrophenhilfe hilft zusammen mit lokalen Partnern in
Syrien, Jordanien, Irak, im Libanon und in der Türkei vor Ort. Bisher
konnten über das Hilfsnetzwerk weit über 640.000 Flüchtlinge erreicht
und mit Hilfsgütern versorgt werden. Ein besonderer Fokus liegt in
der Unterstützung von Flüchtlingsfamilien, die außerhalb der
offiziellen Camps wohnen und von Gemeinden, die die Vertriebenen
aufnehmen. Darüber hinaus hilft die Diakonie Katastrophenhilfe durch
psychosoziale Unterstützung bei der Bewältigung von Kriegstraumata
und setzt sich außerdem mit einem Hilfsprogramm im Flüchtlingslager
Za’atari (Jordanien) für Menschen mit Behinderungen ein, die in
dieser schwierigen Situation doppelt belastet sind.
Mehr Infos: http://www.diakonie-katastrophenhilfe.at
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