• 16.09.2015, 11:55:56
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AK bleibt dabei: Einkaufen ist in Österreich teurer als anderswo!

Wien (OTS) - Fakt ist: Österreich ist im Euroraum bei Lebensmitteln
am teuersten. Das bestätigen das Statistikamt Eurostat und
regelmäßige AK Preismonitorings. Die immer wieder vorgebrachte Kritik
der Bauernvertreter an den AK Preisvergleichen geht somit ins Leere.
Dem "Österreich-Aufschlag" muss daher auf den Grund gegangen werden,
verlangt die AK.

Die AK Preisvergleiche zwischen Österreich und Deutschland zeigen
nicht nur bei den günstigsten Lebensmitteln, sondern auch bei absolut
identen Lebensmitteln saftige Preisaufschläge in Österreich.

Die AK legt bei ihren Preisvergleichen mit preiswertesten
Lebensmitteln genau so wie andere Verbraucherverbände bei Warentests
und Preiserhebungen eine Struktur fest, wie sie auch dem
Einkaufsverhalten der VerbraucherInnen entspricht, die jeden Cent
zweimal umdrehen müssen und daher auch auf die Preise achten.
Überdies zeigen Warentests, dass es in vielen Bereichen keinen
durchgängigen Zusammenhang zwischen Preis und Qualität mehr gibt.

Bei der Milch zieht der Bauernbund meist das Argument aus dem Hut,
dass in Österreich flächendeckend gentechnikfreie Rohmilch
verarbeitet wird. Jedoch: Die "Mehrkosten" zwischen gentechfreier
Milch und mit genverändertem Soja produzierte Milch machen weniger
als einen halben Cent pro Liter aus, wenn überhaupt. Somit lässt sich
damit das Qualitätsargument der Bauernvertreter nicht wirklich
begründen.

Ein Vorwurf der Bauernseite ist, dass in Deutschland aufgrund
einer hohen Marktkonzentration die Preise für die KonsumentInnen
günstiger sind, weil die Hersteller besser kalkulieren können als in
Österreich. Aber auch in Österreich ist es in den letzten Jahren auf
Produzentenseite aufgrund von Fusionen zu deutlichen
Marktkonzentrationen gekommen, etwa in der Milchwirtschaft, im
Mühlenbereich oder in der Zuckerwirtschaft - aber die KonsumentInnen
in Österreich spüren nichts davon.

Sehr oft wird auch das Argument strapaziert, dass die AK keine
Mengenaktionen oder Kundenkarten-Vorteilspreise in die AK
Preisvergleiche miteinbezieht. Dieser Vorwurf ist insofern haltlos,
da die preiswertesten Produkte in der Regel von den Aktionen
ausgenommen werden. Kundenkarten spielen auch beim
Verbraucherpreisindex keine Rolle.

Österreich ist auch netto teurer als Deutschland. Die AK rechnet
sehr wohl bei all ihren Preisvergleichen auch Nettopreise aus. Das
Ergebnis ändert nichts an der Tatsache, dass es einen hohen
"Österreich-Aufschlag" gibt. Es ist für die AK nicht nachvollziehbar,
dass die großen deutschen Lebensmittelkonzerne, die auch in
Österreich Marktführer sind, eine derart unterschiedliche
Preisgestaltung fahren.

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | AKW

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