• 14.09.2015, 09:39:46
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Projektemacher*innen im MQ diskutieren über Mode und Postmonetäre Ökonomie

Wien (OTS) - Normalerweise wird auf Bühnen nur das Endprodukt eines
kreativen Prozesses gezeigt. Im MuseumsQuartier Wien ist nun erstmals
der Anfang von Projekten live zu erleben - in der neuen
Veranstaltungsreihe "Die Projektemacher*innen" - Szenen des
Entwerfens". Nach dem erfolgreichen Auftakt Anfang September
diskutieren am Sa 19.09. Philipp Ekardt & Barbara Vinken zu "Denken
am Rande des Laufstegs" sowie am So 20.09. Ralph und Stefan
Heidenreich zu "Welt ohne Geld". Visual Artist an beiden Tagen ist
Andreas Töpfer, die Veranstaltungen finden bei freiem Eintritt
jeweils um 20.30h im MQ Haupthof (Schlechtwetter: Arena21) statt.

In Kooperation zwischen dem MuseumsQuartier Wien, der Stadt Wien und
dem Verein "Science Communications Research" sind die BesucherInnen
erstmals an der Entstehung eines künstlerischen oder
wissenschaftlichen Projekts live vor Ort dabei.

Zu Beginn des zweiten Teils der Veranstaltungsreihe widmen sich unter
dem Motto "Die kommende Mode anschauen" der Mode- und Kunstkritiker
Philipp Ekardt und die Literatur-und Modewissenschafterin Barbara
Vinken dem Thema "Denken am Rande des Laufstegs" und arbeiten
gemeinsam an einem Update unseres Wissens vom Geschlecht (in) der
Mode. Von dort ausgehend stellen sie erste Überlegungen zu möglichen
Schauen und dem Anschauen von Mode an: Wie werden Mode und Geschlecht
auf und jenseits des Laufstegs sichtbar? Wie könnten Strategien des
Zeigens aussehen, wenn die Mode Geschlechtlichkeit auf der Straße,
aber auch in Installationen, oder gar im Museum zur Schau stellt? Was
könnte man wie zeigen, was ausstellen?

Am zweiten Abend geht es um "Postmonetäre Ökonomie" und "Welt ohne
Geld". Das ungleiche Brüderpaar Ralph und Stefan Heidenreich
analysiert die Finanzkrise. Für das Projekt einer postmonetären
Ökonomie befragen sie ExpertInnen aus Wien, wie sich das Verhältnis
von Geld und Daten entwickelt und ob die Utopie einer Wirtschaft ohne
Geld denkbar ist.

Schulterblicke beim Prozess des Entwerfens

Im Regelfall werden "nur" die Resultate kreativer Prozesse gezeigt.
Die neue Veranstaltungsreihe "Die Projektemacher*innen" stellt dieses
Prinzip auf den Kopf - und das kreative Denken und Entwerfen in den
Mittelpunkt. An insgesamt vier Abenden finden hier "Arbeitsgespräche"
von internationalen DenkerInnen, PlanerInnen, Kulturschaffenden und
WissenschafterInnen live auf einer Bühne im MQ Haupthof statt.
Interessierten wird damit die Möglichkeit geboten, bei der Planung
von künstlerischen und wissenschaftlichen Projekten von Beginn an
live vor Ort dabei zu sein, mit zu diskutieren und Fragen zu stellen.

Im Vordergrund steht der Prozess des Denkens und des
Gedankenaustauschs: Die jeweiligen ProtagonistInnen planen ein
gemeinsames Projekt und notieren erste Skizzen. Dabei treffen
Forschung und Kunst aufeinander und Ideen aus unterschiedlichen
Bereichen werden zu neuen künstlerischen oder kulturellen Strategien
weiterverarbeitet.

Visual Artists mit Live-Projektionen

An vier Abenden im September geben jeweils vier Gesprächspaare
Einblicke in ihre Arbeit und Arbeitsweisen. Die VertreterInnen kommen
aus so unterschiedlichen Feldern wie bildende und darstellende Kunst,
Mode, Musik, Film, Neue Medien oder Architektur im Austausch mit
einzelnen Feldern der Geistes-, Sozial- und Kulturwissenschaften
ebenso wie der Natur- und Technikwissenschaften. Alle Veranstaltungen
beginnen mit den Aufzeichnungen eines Vorgesprächs, das die
ProtagonistInnen im Vorfeld geführt haben. Begleitet werden die
Gespräche von Visual Artists, die das Gesprochene zeichnerisch
übersetzen, kommentieren und in Live-Projektionen sichtbar machen.

Den Auftakt machten am 5. September der designierte neue Intendant
der Wiener Festwochen Tomas Zierhofer-Kin, seine Dramaturgin Nadine
Jessen (Kampnagel Hamburg) sowie der Regisseur und Dramaturg Johannes
Maile (u. a. WUK, donaufestival) mit dem Projekt "Akademie des
Verlernens". Tag darauf, am 6. September, konzipierten Jérôme Segal
und Nathalie Borgers den Anti-Heimatfilm "Schwarzes Gold und Gelber
Stern", der sich mit jüdischer Identität abseits des Glaubens
beschäftigt. Begleitet wurden die Gespräche an beiden Tagen von
Visual Artist Nikolaus Gansterer.

Die Projektemacher*innen - Szenen des Entwerfens

Projekt 3: Die kommende Mode anschauen
"Denken am Rande des Laufstegs"
Projektemacher*innen: Philipp Ekardt & Barbara Vinken
Herr Projektor: Andreas Töpfer
Sa 19.09., 20.30h
MQ Haupthof

Projekt 4: Postmonetäre Ökonomie
"Welt ohne Geld"
Projektemacher*innen: Ralph und Stefan Heidenreich
Herr Projektor: Andreas Töpfer
So 20.09., 20.30h
MQ Haupthof

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